5 Entscheidungen auf meinem Weg, die ich nie bereut habe

Immer wieder stehen wir auf unserem Weg vor wichtigen Entscheidungen.

Entscheidungen, von denen wir spüren, dass sie die Kraft haben, unser Leben in eine ganz neue Richtung zu lenken. Entscheidungen, bei denen wir uns fragen: Soll ich oder soll ich nicht? Was steht jetzt wirklich an?

Auf meinem eigenen Weg habe ich gemerkt: Es gibt sie, die Entscheidungen, die ich bis heute nicht bereue.

Auch, wenn damals viele zu mir sagten: Tu es lieber nicht! Geh lieber hier lang! Schau doch mal, dieser Weg ist doch auch schön!

Und doch weiß ich: Ja, es war genau richtig so. Weil ich in mir gespürt habe, dass es dieser Weg ist, der jetzt für mich ansteht. Weil ich einfach spürte, dass ich links, statt rechts weitergehen musste – auch, wenn ich dafür keine logische Erklärung nennen konnte.

5 Entscheidungen auf meinem Weg, die ich nie bereut habe:

1) Einfach losgegangen zu sein.

Ohne Businessplan, doch mit dem Wissen, meiner inneren Sehnsucht zu folgen. Mit dem Gefühl von: Das ist mein Weg.

So habe ich im ersten Jahr Selbständigkeit das Buch Auf dem Herzensweg geschrieben, obwohl das wirtschaftlich gesehen sicherlich nicht an erster Stelle gestanden hätte.

Und doch spürte ich damals: Ja, das ist stimmig. Erlebte, wie sich eins ins andere fügte – und das Buch schließlich der Beginn meiner Begleitung anderer Menschen auf ihrem Weg werden sollte.

Eine Richtung des Weges, die ich mir vorher gar nicht hätte ausdenken, planen können. Und die doch so unglaublich gut passte.

Sicherlich: Einen Businessplan zu haben, ist nicht verkehrt – hier darf jede für sich prüfen, welche Gangart – in Gummistiefeln, barfuß, auf dem Esel, mit Auto oder Chaffeur – für sie passend ist.

Zugleich bin ich sicher: So manches Wunder, so manch neuen Weg, hätte ich nicht erlebt und entdeckt, wäre ich ausschließlich einem Businessplan gefolgt. Und dafür bin ich sehr dankbar.

 

2) Immer wieder in die Stille gelauscht zu haben.

Die Stille. In ihr habe ich all die Antworten gefunden, nach denen ich im Außen damals so händeringend gesucht habe. In der Stille habe ich erkannt: Es braucht nicht noch ein Seminar, nicht noch einen Entscheidungsratgeber oder weitere Freundinnenmeinungen.

Mein bewusstes Hiersein (beispielsweise während einer Auszeit) genügt. Ebenso wie Menschen, die es verstehen, die Antworten, die in mir stecken, hervorzulocken – so, wie es in einem guten Coaching der Fall ist.

Und ich erkenne: Alle Antworten sind längst schon da.

 

3) Mir selbst vertraut zu haben…

Darauf, dass etwas dran war an der Sehnsucht, die ich in mir spürte. Dass wirklich ein Weg entsteht, wenn ich den ersten Schritt mache. Und dass ich etwas zu geben habe – so wie du und jede andere auch –, was nur ich auf diese Weise in die Welt bringen kann.

 

4) … und mir treu geblieben zu sein.

In den Zeiten und an den Weggabelungen, an denen Freunde, Familie und Bekannte mir zuriefen: Wie kannst du nur? Bist du sicher, dass das die richtige Entscheidung ist? – an diesen Weggabelungen mir selbst treu geblieben zu sein.

Genau so, wie es auf einer Postkarte steht, die mich schon lange begleitet:

Alle sagten, „Das geht nicht“.
Dann kam einer, der wusste das nicht,
und hat’s einfach gemacht.

Sicher: In diesen Zeiten gab es ebenso Menschen, die mich bestärkt und mir Rückhalt geschenkt haben. Dafür bin ich bis heute sehr dankbar. Das waren damals nicht viele und doch sind solche WeggefährtInnen so unglaublich wichtig.

Ebenso dürfen wir darauf vertrauen: Wenn eine alte Freundschaft wegbricht, weil wir uns selbst treu bleiben, entsteht Raum für etwas Neues.

Für eine neue, tragende Freundschaft, die es aushält (ja, sogar schätzt), wenn wir uns ganz so zeigen, wie wir sind – mit unserer ganz eigenen herben Schönheit.

 

5) Mich auf den Weg gemacht zu haben (und es immer wieder zu tun).

Zu Beginn und unterwegs. Zu folgen, wenn das Leben mich wieder einmal in eine ganz andere Richtung gehen lässt, als ich sie mir zuvor im Kopf ausgedacht habe.

Oft fordert es mich damit heraus, meine Komfortzone wieder und wieder zu verlassen. Und lässt mich noch öfters staunen ob der Wege und Wunder, die plötzlich möglich sind.

*

Sicher ist: An dem Satz, dass wir am Ende vor allem das bereuen werden, was wir nicht getan haben im Leben, ist etwas sehr Wahres dran.

Vielleicht kann er es sein, der uns ermutigt, den ersten Schritt zu wagen, die anstehende Entscheidung zu treffen oder zu springen – ins Neuland und gespannt zu bleiben, welche Wegeswunder uns hier begegnen werden.

jetztduTeile deine Erfahrungen! Wie ist es bei dir: Welche Entscheidungen hast du auf deinem Weg nie bereut? Welchen Wundern am Wegesrand bist du begegnet? Bist du mit einem Businessplan losgegangen? Wie war es für dich?

Wenn du magst, teile ein Stück deiner Lebenslandkarte mit uns und hinterlasse einen Kommentar am Ende dieser Seite (deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht).

Alles Liebe,
Sabrina.

 

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12 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich lebe meine Träume, es wird keine Situation geben das ich im Sterbebett liege und mir denken muss, Was wäre Wenn…ich das und das gemacht hätte

    Die meisten hier wissen das Leben garnicht zu schätzen, hirschen tag täglich jedem Euro hinterher und fragen sich dann….was hab ich mein ganzes Leben den großartiges gemacht oder geleistet. Ja dann ist es zu spät.

    Die wertvollsten Güter die unbezahlbar sind die wir haben sind: Zeit, Gesundheit und Freiheit

  2. Liebe Sabrina

    Genau diese Frage habe ich mir diesen Frühling gestellt: Was würde ich bereuen, wenn ichs nicht getan hätte!
    Eigentlich liebte ich meinen Job und ich konnte mir gar nicht vorstellen, etwas anderes zu tun. Leider kam es immer wieder zu Konflikten mit meinem Vorgesetzten. Ich wurde überall gebremst, statt gefördert, mir wurde Verantwortung entzogen, obwohl ich einen guten Job machte ect……
    In einem deiner Themen diesen Frühling habe ich auf die Frage, was ich am liebsten machen würde, geschrieben: Am liebsten würde ich meinen Job künden (obwohl ich meine Arbeit liebte) und hinterm Haus ein Gewächshaus bauen und mich meiner Gartenleidenschaft widmen.
    Ich hab den Job gekündigt! Wusste jedoch nicht, was jetzt. Das Gewächshaus war halt doch nicht so einfach realisierbar.
    Durch Zufälle oder wie man das auch nennen mag, bin ich auf einen Job gestossen, in dem ich mich schon oft gesehen habe, jedoch die Voraussetzungen oder der Mut dazu gefehlt hatten.
    Jetzt war die Zeit da!! Und der Job auch.
    Ich habe diesen Sommer auf 2500m.ü.M in einer Berghütte für Wanderer und Bergsteiger verbracht. Obwohl ich wusste, dass dies für eine Saison befristet ist, habe ich keinen Tag bereut, an dem ich dort oben war.
    Ich weiss zwar jetzt nicht, wie es weiter gehen soll, aber ich glaube einen neuen Weg zu sehen, den ich einschlagen möchte.
    Obwohl mein damaliger Vorgesetzter kurz nach meiner Kündigung frei gestellt wurde, bereue ich meine Kündigung nicht.
    Ich sehe mich in ein paar Jahren als Hüttenwartin auf meiner eigenen Hütte.
    Deshalb höre ich jetzt auf zu erzählen, denn ich muss die Kurse und Praktikumsstellen organisieren, die mich dort hin führen werden.
    Vielen Dank für deine Impulse und deine grossartige Arbeit, Sabrina!
    Vielleicht lade ich dich in ein paar Jahren ein, auf meiner Hütte Seminare zu geben 😉

    Margrith

    • Liebe Margrith,

      danke dir von Herzen für deine Rückmeldung – wow! Ich sitze hier und bin einfach nur berührt, staune, bin dankbar. Für die Wege, dafür, wie gut oft alles zusammenpasst. Was alles entstehen mag, wenn wir unserem Herzen, unserem Mut und unserer Sehnsucht folgen. Und ja, unbedingt, liebe Margrith, lass mich wissen, wenn du in deiner Hütte bist, ich komme gerne vorbei!

      Herzlich,
      Sabrina

  3. Danke, Sabrina – wieder mal ein sehr mutmachender Beitrag, der mir aus der Seele spricht! Vor allem diese Lektion habe ich gelernt bzw. bin ich noch immer dabei zu lernen:

    Die Stille. In ihr habe ich all die Antworten gefunden, nach denen ich im Außen damals so händeringend gesucht habe. In der Stille habe ich erkannt: Es braucht nicht noch ein Seminar, nicht noch einen Entscheidungsratgeber oder weitere Freundinnenmeinungen.

    Ich wünschte, mir würde es noch etwas besser gelingen, meine eigenen Antworten zu finden und mich nicht immer wieder vom „Außen“ und den Experten (?) verunsichern zu lassen.

    Wie hast du das empfunden: Braucht es viel Ruhe und Geduld, um die Antworten in der Stille zu finden – oder ist dir das eher sehr leicht gefallen?

    Marion, bei dir spürt man die Begeisterung und Leidenschaft für dein neues Projekt durch die Zeilen hindurch – klingt ja toll! Vielleicht teilst du es ja irgendwann später mal mit uns … wünsche dir viel Erfolg!

    Liebe Grüße
    Michaela

    • Liebe Michaela,

      danke dir für deinen Beitrag und deine Frage!

      Für mich war es oft beides: Die Unterstützung von Außen (beispielsweise durch ein Coaching, in dem es ja auch darum geht, eigene Antworten zu finden mit Unterstützung, statt Antworten von Außen vorgegeben zu bekommen) und die Stille.

      Wenn ich in die Stille gegangen bin mit dem festen Vorhaben, jetzt eine Antwort finden zu wollen, hat sie sich meist nicht gezeigt. Das ist oftmals das Trickreiche daran – erst wenn wir weit werden, einen Schritt zurücktreten und lauschen können (und ja, dafür braucht es immer wieder auch innere Ruhe und Geduld), zeigen sich die Antworten.

      Mir helfen hier immer wieder Wege in die Stille: Ein langer Gang durch die Felder, ein Singabend, der mich über das Tönen in die Stille führt, einige Auszeittage an einem anderen Ort, dir mir helfen, ganz bei mir anzukommen.

      Und vielleicht gibt es für dich auch (d)einen ganz eigenen Weg in die Stille?

      Alles Liebe,
      Sabrina

  4. Liebe Sabrina,

    du sprichst mir aus der Seele – ich stehe gerade an der Schwelle, meine berufliche Komfortzone zu verlassen und meinem Herzen zu folgen. Ohne Businessplan und voller Ideen, die mein Herz tanzen lassen. Seminare verschiedener Richtungen säumten in den letzten vier Jahren meinen Weg und jetzt will ich raus damit – will meinen Stern zur Erde zu bringen!
    Gute gemeinte kritische Worte von Freunden verhallen in der aus Selbstvertrauen gewachsenen Sicherheit.

    Danke für Deine Worte – sie bestärken mich und ich spüre beim Lesen die Freude auf mein ganz persönliches Abenteuer…

    Alles Liebe, Marion

    • Liebe Marion,

      danke dir für deine Worte, die so viel Lebenslust, Freude, Begeisterung, Neugierde und Aufbruchstimmung in sich tragen – mögen sie dich tragen und bestärken auf den nächsten Schritten auf deinem Weg.

      Alles Liebe,
      Sabrina

  5. Liebe Sabrina,
    vor vielen Jahren war ich sehr krank und lag lange Zeit im Krankenhaus. Meine damals beste Freundin lieh mir einige Bücher aus, damit ich etwas zu lesen hatte. Das Buch „Krankheit als Weg“ von Thorwald Dethlefsen und Rüdiger Dahlke hat mit einem Schlag mein Leben von Grund auf verändert und das Verrückte daran war, dass genau diese Freundin, die mir dieses Buch ausgeliehen hatte, die Erste war, die mein Leben verlassen musste, da ich, dank dieses Buches, gemerkt hatte, wie sie mich energiemäßig aussaugt. Ich habe es bis heute nicht bereut, diese Freundschaft, die immerhin seit unserer Schulzeit bestanden hatte, aufgegeben zu haben, denn es kam eine viel schönere danach, die bis heute anhält und mich immer wieder aufs Neue inspiriert.
    Ganz herzliche Grüße
    Christiane

    • Liebe Christiane,

      danke dir für diese Rückmeldung – ja, auch ich habe immer wieder auf meinem Weg erlebt, wie manche, schon viele Jahre bestehende Freundschaften, zerbrochen sind bzw. beendet wurden, als ich begonnen habe, meinen Weg zu gehen. Bereut habe ich dies nie, denn ich hatte damals immer mehr zu spüren begonnen, welche Freundschaften wirklich tragen – und welche nicht.

      Mit einem herzlichen Gruß zu dir,
      Sabrina

  6. Eine schöne Idee, mal darüber nachzudenken, was man nicht bereut hat. Ich hätte da noch eine Sache: Ich habe es nie bereut mich verliebt zu haben. Auch, wenn keine Beziehungen enstanden sind, auch wenn ich ein Nein zu hören bekam: Es waren immer einzigartige, interessante und unvergessliche Begegnungen.

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