5 Wege zu einer kraftvollen Auszeit (ohne gleich Urlaub nehmen zu müssen)

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Stille.

Wann hast du sie zuletzt erfahren?

Gerade eben noch, als du mit dem Hund durch den Wald gelaufen bist? Auf deinem Meditationsbänkchen am Morgen? Mit einer Tasse Tee auf dem Balkon am Abend?

Oder ist die Stille etwas, dass du schon lange nicht mehr erlebt hast?

Zu laut rattert das ewige Kopfkarussell und der Verstand findet immer noch etwas, das unbedingt jetzt sofort getan oder durchdacht werden muss.

Wenn auch du dich nach Stille sehnst, lade ich dich ein, dich mit mir auf eine Reise in die Stille zu machen.

Denn in der Stille entdecken wir wieder, was uns wirklich, wirklich wichtig ist im Leben. Sie schenkt uns inneren Raum und lässt uns wieder klar denken.

Fünf Wege, die dich mitten in deinem Alltag hinein in die Stille führen und dir eine kleine, kraftvolle Auszeit schenken, habe ich heute für dich zusammengestellt.

1. Drei bewusste Atemzüge

Für mich eine der einfachsten und zugleich kraftvollsten Übungen überhaupt!

Setze dich bequem hin und schließe für einen Moment (wenn möglich) die Augen. Nimm bewusst wahr, wie dein Atem einströmt. Nimm die Pause zwischen Einatem und Ausatem wahr. Nimm wahr, wie dein Atem wieder ausströmt. Nimm die Pause zwischen Ausatem und Einatem wahr. Drei Atemzüge lang.

Eine Übung, die du stehend im Bus, eingequetscht zwischen anderen Passagieren machen kannst, ebenso wie am Morgen im Bett, kurz bevor du aufstehst.

Du wirst spüren, wie sie dich mit der kraftvollen Qualität innerer Ruhe verbindet.

2. Die Glocke der Achtsamkeit

Was die Eieruhr für den Kuchen im Ofen ist, ist die Glocke der Achtsamkeit für die von uns, die viel am PC arbeiten.

Sie erinnert uns in regelmäßigen Abständen daran, einen bewussten Atemzug zu nehmen und wieder ganz anzukommen im jetzigen Moment. Dabei kannst du selbst wählen, wie oft die Glocke ertönen soll.

Hilft wunderbar, um sich des sich ewig drehenden Kopfkarussells bewusst zu werden.

Tipp: Kombiniere die Glocke der Achtsamkeit mit drei bewussten Atemzügen. Immer dann, wenn die Glocke ertönt, ist das die Einladung an dich, deine aktuelle Tätigkeit zu unterbrechen und drei bewusste Atemzüge zu nehmen, ehe du mit der Tätigkeit weitermachst.

Hier kannst du die Glocke der Achtsamkeit gleich einmal ausprobieren.

3. Eine Inspiration für dich

Meist fällt es uns leicht, unsere Gedanken auf das zu konzentrieren, was uns nicht gefällt: Die nervige Kollegin, die lange Liste unerledigter Dinge, das Auto, das schon wieder nicht anspringt, der Partner, der mal wieder nicht versteht, worum es uns eigentlich geht.

Schenk dir einen Moment, in dem du deinen inneren Fokus zur Ruhe kommen und sich neu ausrichten lässt.

Ziehe hier eine Inspiration für deinen Tag. Verbinde dich damit bewusst mit dem Schönen, Kraftvollen und Nährendem in deinem Leben.

Lass das Bild und den Text auf dich wirken. Atme. Drei bewusste Atemzüge lang.

Nimm wahr, was sich in dir verändert.

PS. Wunderbare Inspirationen zum online Ziehen gibt es auch bei Jwala Gamper, die ich im Buch Auf dem Herzensweg porträtiert habe.

4. Die Eine-Minute-Meditation

Eine Minute Stille. Genau hier und jetzt. Stille in einer hektischen Welt.

Als Video (Englisch mit deutschem Untertitel) hier für dich – zum direkt Mitmachen.

5. Auszeit-Orte

Du möchtest einmal eine längere Auszeit machen – in einem Kloster, einem buddhistischen Zentrum, im Bauwagen oder in der Gärtnerei? Weißt aber nicht, ob dass das Richtige für dich ist und wo du ihn überhaupt findest, den für dich passenden Auszeitort?

In diesem Artikel erzähle ich dir von meinen eigenen Auszeit-Erfahrungen. Am Ende des Artikels findest du eine Sammlung an möglichen Auszeit-Orten für dich.

Teile deine Erfahrungen!

Natürlich interessiert mich: Wie sieht deine ganz persönliche Alltags-Auszeit aus? Was bringt dich wieder in Verbindung mit innerer Ruhe und Stille? Was lässt dich wieder ganz bei dir ankommen?

Teile deine Erfahrungen und hinterlasse einen Kommentar hier im Blog (deine E-Mailadresse wird nicht veröffentlicht!).

Eine wunderbare Woche für dich,
alles Liebe,
Sabrina.

stille

 

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „Entschleunigung“ – AUSZEIT, einfach einmal ICH selbst sein, meine innere Mitte finden und mich an den kleinen alltäglichen Dingen in meinem Leben erfreuen: wie ein schönes gemütliches Frühstück, eine heiße Tasse Kaffee oder ein schönes Essen u. ein gutes Glas Wein dazu; Spaziergänge mit meinen Hunden in der Natur, dabei den zwitschernden Vögeln zuhören, beobachten, dem Rauschen der Blätter in den Bäumen zuhören oder das knarren der Baumstämme im Wind wahrnehmen, das plätschern des Baches oder nachts in den klaren Sternenhimnel schauen . . .
    Menschen, die deinen Weg kreuzen, mit einem lächelnden Gruß bedenken und sich Zeit für ein freundliches Gespräch nehmen – all dies geschieht täglich direkt vor unserer Haustür – wir müssen es nur wieder bemerken und dem Leben einen Sinn geben!!! ♡♥♡
    Ich liebe die ‚Stille‘ um mich herum, doch auch ich mußte lernen, sie wieder aushalten zu können! 🙂

    • Liebe Birgit,

      wie schön, dass du die Auszeit gleich an deinem Frühstückstisch begonnen und deinen Blick auf die kleinen täglichen Auszeiten mitten im Alltag geschärft und deine Erlebnisse mit uns geteilt hast! Danke dir!

      Alles Liebe,
      Sabrina

  2. Immer wieder ist es wichtig im Alltag mal abzuschalten ,zur Ruhe kommen, in sich gehen…einfach die Stille und Gelassenheit zu genießen. ..LG Kerstin

  3. Stille – MEIN Thema! :o) Ich war ja nun vor kurzem für eine Woche im Kloster, und ich habe diese Stille dort so unheimlich genossen und zehre immer noch davon… Dieses Gefühl, in einer Wolke aus Nichts zu schweben, diese „süße Mitternacht der Seele“… Wo nichts mehr Bedeutung hat, kein „ich will noch“ oder „ich muss noch“, einfach nur Sein… Und zu spüren, dass man tatsächlich nur mit sich selbst wirklich glücklich sein kann, und dass man alles „da draußen“ nicht zwingend braucht – und zu erkennen, dass alles, was mir über dieses „Nichts“ hinaus im Leben begegnet, Geschenke sind. Jetzt bekomme ich gleich Sehnsucht und würde am liebsten sofort wieder hinfahren… Seit dieser Erfahrung suche ich immer mehr nach den stillen Inseln im Alltag. Zuhause fällt es mir zugegebenermaßen recht schwer, wirklich zur Ruhe zu kommen, auch wenn zumindest „äußerlich“ oft Stille herrscht. Glücklicherweise gibt es in meiner Stadt einen Raum der Stille, den ich hin und wieder aufsuche, dort fällt es mir viel leichter, innere Stille zu finden. Aber auch in der Natur finde ich Ruhe. Heute habe ich zum ersten Mal eine Taize-Andacht besucht, und auch diese wunderschönen Gesänge schaffen es, mich in eine meditative Stimmung zu versetzen. Und zwischendrin – atmen, atmen, atmen… :o)

    Liebe Grüße und viel Erfolg beim Start Deiner Akademie!

    • Liebe Caro,

      ja, im Alltag wirklich immer wieder in die Stille einzutauchen – das ist oft eine Herausforderung und doch, wenn wir eimal den Anschluss gefunden haben, wird es ganz leicht. Auf einem Meditationsweg habe ich vor ein paar Tagen den Impuls gelesen, zunächst den Geräuschen um uns herum zu lauschen: Das Zwitschern der Vögel, das Brummen der Autos, den Bach in der Nähe. Und dann den Fokus zu verlagern. Auf die Stille zwischen und hinter den Geräuschen.

      Wenn wir dies tun, stellen wir fest, dass die Stille immer da ist. Auch, wenn da vordergründig Geräusche sind. Und dann erkennen wir: Die Stille ist immer da. Wo immer wir auch sind.

      Alles Liebe,
      Sabrina

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