Bist du vielleicht schon längst am Ziel?

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Meist haben wir schon als Kinder eine Idee davon, was wir einmal werden und wie wir leben wollen.

Über die Jahre geraten viele dieser Kindheitsträume in Vergessenheit – und manchmal werden wir gar wehmütig darüber, keinen von ihnen verwirklicht zu haben. Aber stimmt das wirklich?

Vor Kurzem dachte ich darüber nach, dass ich ja heute weder als Geographin (mein Studienfach), noch als Reisejournalistin (einer meiner Kindheitsträume) arbeite und wurde etwas wehmütig.

Denn als mich ein Lehrer vor Jahren in der Schule einmal gefragt hatte, was ich gerne werden würde, sagte ich sofort: Reisejournalistin.

Ich träumte davon, in ferne Länder zu reisen, spannende Menschen zu interviewen und weiße Flecken auf der Landkarte zu entdecken.

Entdecke, was schon da ist!

Nun saß ich da also mit meiner Wehmut über den vergessenen Traum – bis mir plötzlich klar wurde, dass ich sehr wohl als Reisejournalistin wie auch als Geographin arbeite, nur eben auf einer anderen Ebene.

Denn mit der Zeit hatte ich gemerkt, dass mich die Menschen in meiner Nähe (und ihre Geschichten) viel mehr faszinierten, und dass das weite Reisen als Hochsensible auch sehr anstrengend sein kann.

Statt die Länder im Außen zu erkunden, erforsche ich heute innere Landschaften – meine eigenen und die anderer Menschen und lasse aus den Reiseerfahrungen Lebenslandkarten entstehen.

So, wie im Buch Auf dem Herzensweg – Lebensgeschichten spiritueller Frauen. Oder auch in Hab Mut und geh – Das Herzensweg-Praxisbuch, das in diesem Herbst im Irdana-Verlag erscheinen wird und ein Reiseführer für den eigenen Herzensweg ist.

Wenn du heute einmal innehältst:

  • Gibt es da einen Kindheitstraum, vielleicht einen Berufswunsch, den du zwar nie verwirklicht hast, der aber heute auf andere Art und Weise ein Teil deines Lebens geworden ist?
  • Wenn du die Grenzen der gängigen Denkmuster und Kategorien ausweitest, bist du dann vielleicht schon längst da, wo du immer hinwolltest – ganz oder zum Teil?

Wir neigen dazu, immer weiterzulaufen, ohne zu merken, dass wir schon lange dort sind und das haben, wonach wir uns immer gesehnt haben.

Ich bin gespannt, mehr von deiner Lebenslandkarte zu erfahren!

 

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5 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Sabrina,

    wie es denn so ist mit dem Reisen: es will vorbereitet werden. Da mähste nix dran. Aber wenn es los geht dann geht’s los. Und wer keinen Platz auf dem Stuhl findet, für den geht die Reise dann nach Amerika – der Globus zeigt es ja. Jedenfalls witzig, dass ich mich gerade wieder intensiver mit einer persönlichen Kontinentalverschiebung befasse. Natürlich hast du recht: es gibt auch die inneren Reisen, für die man ja nicht weit reisen muss. Manchmal aber führt der Wunsch auf eine Tasse Kaffee über tausende von Kilometern und jeder Kaffee, den man an Ort und Stelle haben könnte, schmeckt einfach nicht so richtig. Hochsensible Geschmacksnerven, möglicherweise 😉
    viele Grüsse
    Norbert

  2. Liebe Sabrina,
    als Kind habe ich immer wieder davon geträumt zu tanzen und zu singen. Mit meiner Stimme und mit meinem Tanz andere betören und in meinen Bann ziehen. Das erinnert mich an den Film ” Wie im Himmel”. Ein Chor, der auf dem Land gegründet wird, der mehr recht, als schlecht singt. Ein neuer Dirigent kommt und eröffnet, durch seine eigene Art Musik zu fühlen, zu entdecken, zu verspüren, zu leben und weiterzugeben, neue Dimensionen. Plötzlich kann jeder der Sänger und Sängerinnen in ganz besonderer Weise singen. Sie bilden gemeinsam eine Einheit, die sich durch die Musik in anderen wiederfindet. Das Publikum wird berührt und auf eine zauberhafte Art und Weise in diese Einheit mit aufgenommen und eingebunden. Genau das fühlte ich in meinen kindlichen Träumen. Einen geheimnisvollen Zauber auf die Menschen legen und sie berühren. Ihnen ihre eigene Wertigkeit, Kostbarkeit, Einzigartigkeit und doch Gemeinsamkeit vor Augen führen. Den Menschen vermitteln das sie einzigartig sind und zugleich eins mit allen Lebewesen und dem Universum. Ich wollte nie im Mittelpunkt stehen oder berühmt werden, sondern einfach nur berühren. Berühren heißt nicht alleine sein in Kontakt stehen. Haut an Haut, Herz an Herz und letztendlich Seelenverbundenheit. Miteinander neue und alte Dimensionen verspüren. Glück und Freude soll alle erfassen. In dieser Glückseligkeit eins sein mit allen Lebewesen dieser Welt und darüber hinaus. Das ist meine Botschaft an Mutter Erde und die Welt.
    Ich habe festgestellt, durch Musik, ob das nun das Singen in einem Chor ist, oder das Tanzen in einer Gruppe, entstehen Verbindungen, die man nicht sieht, aber ganz intensiv spürt.
    Heute habe ich für mich entdeckt, dass ich in besonderer Weise durch das geschriebene Wort berühren kann. Immer wieder erfahre ich positive Resonanz und das berührt mich wiederum sehr.

    Liebe Grüße Margit

    • Liebe Margit,
      danke dir für deinen Beitrag!
      Was du schreibst, erfahre ich auch immer wieder – sei es, dass ich mit wunderbaren Menschen wie mit dir über den Blog, E-Mails oder das Buch “Auf dem Herzensweg” schreibend in Kontakt komme oder auch über das Heilsame Singen. Gerade an diesem Wochenende war ich wieder bei einem Fortbildungswochenende im Heilsamen Singen und es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, wie sich scheinbar fremde Menschen über das Singen so nahekommen. Ohne viel zu sprechen, einfach über das gemeinsame Singen, einander anschauen, berühren und einander zeigen: Es ist in Ordnung, dass du genau so bist, wie du bist!
      Plötzlich öffnen sich Türen, Masken und Rollen können fallengelassen werden, Nähe und Verbundenheit entstehen, denn wir erkennen, dass unsere Themen, Wünschen und unser Sein sich letztendlich so ähnlich sind – “all in one and one in all”, wie es in einem Lied so schön heißt.

      Alles Liebe zu dir,
      möge dieser Samen oder diese Pflanze schreibend und klingend auch in deinem Leben weiter wachsen und Früchte tragen,
      Sabrina

  3. Liebe Sabrina,
    ein schöner und nachdenkenswerter Artikel.
    Beim Lesen habe ich in mich hineingefühlt und mich auch gefragt, bin ich eigentlich schon da, wo ich hin wollte? Die Antwort war ein klares Nein! Nein, ich bin nicht da, wo ich vor vielen Jahren so schöne Pläne hatte. Ja, hatte!!
    Ich bin ganz wo anders und viel weiter, als ich es damals nur erahnt hätte. Und da kam eine so schöne ruhige Freude in meinem Bauch auf, die mir sagte, so ist es schon richtig, genauso wie es ist.

    Einen Traum hatte ich vor einiger Zeit – mag vielleicht 2 Jahre her sein – — ich wollte unbedingt einen Zug in die nächste Stadt “erwischen” – und sah nur noch die Rücklichter. Also lief ich was ich konnte, zur nächsten Haltestelle, die, wie es schien, nicht weit entfernt war. Aber ich bekam diesen Zug nicht – plötzlich stand ich auf einer Brücke, unter mir die Bahnschienen……. ich weinte bitterlich, weil ich den Zug verpasst hatte. Da stand, wie aus dem nichts, ein Mann neben mir und fragte mich, warum ich denn so weine, und ich sagte ihm warum. Seine Antwort war kurz und bündig: Sieh’ dich um, du bist doch schon lange da……….
    Ich sah mich bewusst um und sah — ja, ich war schon da!

    Danke Sabrina für Deine Worte, denn sie haben mir den Traum wieder ins Bewusstsein gebracht und ich kann nun “wieder innerlich damit arbeiten” – es bringt mich wieder ein Stück weiter.

    Alles Liebe
    Angela

    • Liebe Angela,

      danke dir für das Teilen deiner Geschichte und deines Traumes!
      Oftmals sind wir wirklich nur einen Blick von dem entfernt, wo wir immer hinwollten – wenn es sich, wie du so schön schreibst, vielleicht auch ganz anders zeigt, als wir immer dachten.

      Alles Liebe,
      Sabrina

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