Die Landkarte deines Lebens

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Jeder Weg in einem Labyrinth kreist immer um die Mitte. So sehr wir manchmal auch das Gefühl haben mögen, uns immer weiter von dieser zu entfernen, so ist sie – wenn wir aus der Vogelperspektive auf das Labyrinth schauen – doch immer da, manchmal nur eine Biegung entfernt.

Immer tiefer hinein ins Leben

Auf unserem Lebensweg mag es uns auch öfters so scheinen, dass das, wofür wir ursprünglich losgegangen sind, in weiter Ferne liegt. Wie schrieb mir letztens eine Leserin der Herzensweg-Impulse: Ich wünschte, ich wäre schon so weit wie du.

Doch ob weit oder nicht weit – das kann sich nach der nächsten Kurve schon wieder ganz anders anfühlen. Sabine B. hat genau dies im neuen Buch Hab Mut und geh – Das Herzensweg-Praxisbuch sehr schön ausgedrückt*:

»Es gibt und gab unzählige Themen, denen ich beim Gehen des Weges schon begegnet bin. Früher dachte ich, irgendwann habe ich alles gelöst und dann kann das Leben beginnen. Heute weiß ich, dass es einfach spiralförmig immer tiefer geht, dass mich meine Themen begleiten und mich immer mehr in die Tiefe und zu mir führen.«

Und so dürfen wir erkennen, dass all die vermeintlichen Umwege uns letztendlich doch immer nur zur Mitte, zum Ursprung und Ziel führen (Ein schönes Lied zu diesem Thema findest du zum Reinhören hier bei der Sängerin Iria). Manchmal können wir dies bereits beim Gehen sehen, manchmal braucht es eine Rückschau dazu. Wie Søren Kierkegaard sinngemäß sagte: Das Leben wird vorwärts gelebt, aber nur rückwärts verstanden.

Kreativübung für dich: Die Landkarte deines Lebens

Vielleicht mag diese Kreativübung dir einen ersten Eindruck von den Wegen schenken, die du in deinem Leben schon gegangen bist. Vielleicht erkennst du im Malen und Schreiben Verbindungen, wo bislang keine zu sein schienen. Vielleicht rückt ein Puzzleteil an den richtigen Platz.

Nimm dir ein Blatt Papier und Stifte – und zeichne die Landkarte deines Lebens. Lass Hügel, Flüsse, Nebenflüsse, ein Meer, Berge und Täler entstehen. Gibt es Berge, die besonders hoch sind? Orte, an denen du gerne verweilt hast? Flüsse, die es zu überqueren galt? Inseln, die neu entstanden sind?

Zeichne es auf, dein Leben in Landkartenform. Zunächst mit Farben und Formen, ehe du diese mit Worten füllst: „Geburt meiner Tochter“ auf der neu entstandenen Insel, „Umzug nach Hamburg“ an einem Fluss, „Jobwechsel und Neustart“ auf einem hohen Berg. Schau, was entstehen will. Folge dabei den ersten Impulsen, die auftauchen. Und wenn du magst: Schreibe anschließend die Geschichte deines Lebens.

bildSo wünsche ich dir nährende Sommertage und die Gewissheit, dass du nicht etwa auf Ab- oder Umwegen unterwegs bist, sondern stets genau dort richtig bist, wo du gerade bist.
Alles Liebe,
Sabrina

PS. Natürlich interessiert mich, wie deine Lebenslandkarte aussieht. Welche Wege bist du bislang gegangen? Hattest du manchmal vielleicht auch das Gefühl, auf einem Umweg gelandet zu sein? Und wie schaust du heute auf diese, deine Wege? Du bist herzlich eingeladen, deine Erfahrungen hier im Blog mit mir und den anderen LeserInnen zu teilen. Ich freue mich auf dich!

* Erinnerung: Vor einigen Monaten hatte ich dir über den Herzensweg-Impuls einen Fragebogen zu deinem Herzensweg zukommen lassen – und ja, viele der Antworten werden ab Oktober im neuen Buch zu lesen sein, juhu!

 

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4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Sabrina,
    recht herzlichen DNk für deinen Impuls.
    Mein Weg, den ich bisher gegangen bin, ist sicher noch lange nicht beendet. Mit zunehmendem Alter geht es sich nicht mehr so schnell.Ich brauche immer wieder Ruhepausen, Zeiten des Innehaltens und Gewahrwerdens. Am Wegesrand gibt es viele Verlockungen, die mich vom Weg abbringen. Versuchungen, denen ich gerne erliege, die meine Kreativität fördern. Es entstehen so Möglichkeiten von neuen Ausdrucksformen und einer anderen Lebendigkeit.
    Oft weiche ich vom Weg ab, weil ich denke, dieser kleine Seitenweg ist so von Sonne durchflutet, den muss ich einfach gehen. Der neue Weg läuft sich sicher besser, es geht nicht bergauf, also weniger beschwerlich, denke ich.Dann merke ich aber, dass dieser Weg auch seine Tücken und Schattenseiten hat. Er ist holprig und uneben. Ich muss aufpassen, dass ich nicht über Steine und Baumwurzeln stolpere.
    Aber plötzlich Stelle ich fest, dass ich an einer Lichtung, wieder auf meinen Ursprungsweg
    zurückfinde.
    Für einen Moment scheint es, dass ich noch auf einem Seitenweg unterwegs bin. Keine Lichtung in Sicht, aber sie wird kommen. Ich muss mich in Geduld üben, an mich und meinen Weg glauben.
    Mit jedem noch so kleinem Schritt komme ich ihm näher meinem Weg. Diese Gewissheit lässt mich geduldig und zuversichtlich sein. Oft bin ich mir meiner Schritte, die ich schon gegangen bin nur nicht bewusst. Etliche Kilmoter sind schon zurückgelegt und es werden noch viele folgen.
    Nicht schnell, mit vielen Pausen, anhalten,innehalten, Kraft schöpfen zum weitergehen.

    Liebe Grüße und einen guten Weg wünscht Margit

    • Liebe Margit,

      für deinen Weg wünsche ich dir ganz viel Mut, immer wieder neugierig gespannt zu bleiben, was hinter der nächsten Biegung auf dich warten, was du Neues für dich entdecken wirst!

      Alles Liebe und einen Sonnengruß,
      Sabrina

  2. Liebe Sabrina-
    Vielen Dank für deine Inspiration am heutigen Tag…ich werde gleich mit der inneren Landkarte beginnen….Genieße deinen Tag.
    Herzensgrüße Mía

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