Ernten, was du gesät hast

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Sommer und Herbst sind die Zeit der Ernte. Jetzt ist reif, was wir im Winter oder Frühjahr gesät haben.

Was auf dem Feld Dinkel, Weizen oder Gerste sind, ist in unserem Leben vielleicht der Flyer für unsere neue Praxis, unser erster Auftritt mit der Theatergruppe oder auch die kräftige Zucchini in unserem kleinen Garten.

Vorbereitung: Neue Samen säen

Bei mir ist es ein neues Buch, das im Oktober erscheinen wird: Hab Mut und geh – Das Herzensweg-Praxisbuch. Es ist ein Reiseführer für den eigenen Weg, der viele der Themen – wie Angst, Zweifel und Wertschätzung – anspricht, denen wir unweigerlich auf unserem Weg begegnen werden.

Doch das Buch ist nicht nur zum Lesen, sondern auch zum Reinschreiben und Anhören, vor allem aber ein Buch fürs Leben.

Die Saat hierfür habe ich mit dem Buch Auf dem Herzensweg – Lebensgeschichten spiritueller Frauen gelegt, das vergangenes Jahr im Frühjahr erschienen ist. Damals hatte ich noch nicht im mindesten geahnt, welche Früchte und Samen es in sich tragen würde.

Doch mit jeder Lesung, jedem Impulsabend und Gespräch zum Thema Herzensweg keimte der Samen ein wenig mehr und es wurde klar: Es wird ein neues Buch geben.

Intensiv: Die Zeit vor der Ernte

Und so, wie vor der Getreideernte die Maschinen hergerichtet werden müssen, so kann auch die Zeit vor der Ernte eines neuen Projektes sehr intensiv sein: Der Flyer will gestaltet und in Druck gegeben, das Theaterstück intensiv geprobt werden. Im Garten braucht es vielleicht noch mehr Wasser und Pflege und das neue Buch ist Korrektur zu lesen, braucht ein Cover und den Feinschliff.

Oft geht es nach den letzten Vorbereitungen ganz schnell: Die Temperaturen stimmen, kein Regen in Sicht, die Ernte kann eingefahren werden.

Manchmal aber braucht es auch noch eine Zeit des Wartens – wenn sich Regen und Sturm ankündigen, die Grafikerin für die Flyergestaltung im Urlaub ist oder der Hauptdarsteller im Theaterstück krank wird.

Diese Verzögerungen bieten uns eine wunderbare Möglichkeit, noch einmal innezuhalten und unsere Kräfte zu sammeln, ehe die Erntezeit startet.

Wie steht es um deine Ernte?

Wenn du magst, so bist du heute ganz herzlich eingeladen, einmal zu schauen:

  • Was hast du im Winter oder Frühjahr in deinem Leben gesät?
  • In welchem Stadium stehst du gerade – will deine Ernte eingefahren werden oder braucht es noch eine Zeit des Reifens und Wachstums?
  • Gibt es vielleicht auch Samen, die (noch) nicht aufgegangen sind?

Ganz natürlich: Samen, die nicht aufgehen

Auch das ist ganz natürlich, denn so, wie es auf dem Feld passieren kann, dass Samen aus unterschiedlichen Gründen nicht keimen, so kann es sein, dass sich niemand zu unserem geplanten Bauchtanzworkshop anmeldet oder wir den gewünschten Job in der Altenpflege nicht bekommen.

Dann dürfen wir schauen, ob vielleicht an anderer Stelle ein Same schon längst aufgegangen ist – ohne, dass wir ihn überhaupt bemerkt haben.

Verzögerung: Manchmal dauert es länger

Und wir dürfen uns erinnern: Nicht alle Samen werden zur gleichen Zeit reifen, so wie Soja und Mais beispielsweise erst im September geerntet werden.

Bei der Schriftkünstlerin Jwala Gamper hat es sogar über zwei Jahrzehnte gedauert, ehe ihr Samen aufgegangen ist – und die kraftvollen Sätze, die sie seit vielen Jahren notiert hatte, in Form der Signs ihren Ausdruck gefunden haben.

Heute sind diese Signs, wie sie ihre Kraftsätze nennt, auf Kissen, Hausschuhen und Kerzen in ihrem Onlineshop zu finden – und zeigen sich damit in ihrer ganzen Größe, Fülle und Schönheit.

Teil deine Erfahrungen!

Welche Erfahrungen hast du bislang mit den unterschiedlichsten Samen in deinem Leben gemacht? Wie geht es dir mit der Ernte? Und wie gehst du mit Zeiten der Verzögerung oder auch mit Samen, die nicht aufgehen, um? Ich freue mich auf deine Erfahrungen!

 

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ernte

    Ernte. Was für ein starkes Wort. Ernten – immer wieder, Tag für Tag.
    Ein geschenktes Lächeln von Mensch zu Mensch.
    Eine Umarmung von meinem Enkelkind mit dem Down Syndrom.
    Ein Duft von wildem Thymian.
    Der Apfelbaum vor unserem Haus – alt ist er und seine Früchte sind wahrlich keine Delikatessen,
    aber er ist da, er gehört zu uns, und ihn in seiner alten Schönheit zu sehen, auch das ist Ernte.

    Ernten Tag für Tag behutsam und achtsam.

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