Ich folge den Zeichen

Ich bin eine, die den Zeichen folgt. Die nach dem geht, wo die Wege sich öffnen und die dort stoppt, wo partout nichts weitergehen will.

Ich habe gelernt, meine eigenen Pläne immer wieder niederzulegen und dem zu folgen, was das Leben stattdessen mit mir vorhat. Das ist nicht immer bequem oder angenehm, vor allem nicht für meinen Verstand und für mein Sicherheitsbedürfnis, die beide zusammen doch solch einen guten Plan ausgeklügelt hatten.

Mich hinzugeben an das Leben und seinen Wegen und Zeichen zu folgen, fordert oft viel Mut von mir. Gleichzeitig wird es auf eine gewisse Weise leicht, weil nicht mehr ich den ganzen Plan kennen und durchdenken muss, sondern weil ich mich einem größeren Plan anheimgebe.

Ich mag das Wort – mich anheimgeben –, was wir in unserer Sprache heute kaum mehr verwenden. Und doch steckt die Heimat in ihm, der ich mich anvertrauen kann.

Was ist meine wahre Heimat?

Heimat, ein Zuhause, finde ich in mir. Bin ich geborgen in mir, zuhause in meinem Körper, kann ich vertrauensvoll vielem im Leben begegnen. Dies ist die erste Beziehung, die zu mir, die ich pflegen kann und sollte.

Heimat finde ich auch in der Beziehung zum Leben.
Dies ist die zweite Beziehung, die nie wegbrechen kann,
egal, was gerade im Außen um mich herum passiert,
solange ich lebe.

In einer Liebesbeziehung mit dem Leben, das mag ich sein und das bin ich auch schon oft. Hadern tue ich, wenn es mal doch nicht so läuft (das Leben beispielsweise mal wieder andere Pläne hat), wie ich mir das wünsche (wie du und ich es auch aus Liebesbeziehungen zu Partnern und Partnerinnen kennen – das gerade dann die Zweifel kommen). Immer öfter weiß ich jedoch, dass es sich lohnt zu vertrauen, dranzubleiben, mich anheimzugeben, dem, was das Leben mit mir vorhat. Weil das viel größer, umfassender und genialer ist, als das, was ich mir mit dem Verstand ausdenken kann.

So sind das Leben und ich in ständigem Dialog. Im Inneren. Und im Äußeren über die Zeichen, die mir auf meinem Weg begegnen.

Jene Zeichen, die mich in eine neue Richtung führen, mich Orte und Menschen treffen lassen, die ich sonst nie kennengelernt hätte. Jene Zeichen, die mit einem inneren Gefühl der Stimmigkeit einhergehen – etwas in mir wird weit (auch, wenn ich vielleicht zugleich Angst habe, diesem neuen Weg zu folgen) und weiß: Ja! Hier bin ich richtig!

Das Leben wird leichter, erlaubst du dir, den Zeichen zu folgen. Es wird weiter und möglicher. Visionen rücken näher. Entspannung macht sich breit.

Es braucht Mut und Vertrauen, die kultiviert werden, wenn du diesen Weg gehst.

Den Zeichen zu folgen heißt, deine eigenen Pläne
immer wieder aufzugeben. Sie niederzulegen.
Weinend oder vielleicht auch lachend,
und zu sagen: Ich gebe auf. Liebes Leben, übernimm du!

Ich mag den Witz: Wie bringe ich Gott zum Lachen? Ich mache einen Plan.

Manchmal muss ich selbst über meine Pläne lachen. Dann wieder habe ich Mitgefühl mit mir, weil ich weiß, wie sehr sich ein Teil – meist die kleine Sabrina in mir – nach jener Sicherheit eines selbstdurchdachten Plans sehnt.

Und doch, wirkliche Sicherheit finde ich in mir. Und indem ich mitgehe mit dem Leben. Weil ich dann an- und eingebunden bin. Weil ich dann gar nicht scheitern kann, nicht alleine bin, sondern dem Fluss folge.

Vielleicht macht mir das Angst – ja. Vielleicht führt mich das auf neue Wege – ziemlich sicher. Vielleicht ist es die beste Entscheidung, die ich wieder und wieder für mich und für das Leben treffen kann – unbedingt!

Wir sehen uns – wenn sich unsere Wege kreuzen –
oder lesen uns. Ich freue mich drauf.

Wo auch immer du gerade bist, wie auch immer es dir gerade geht,
ich wünsche dir von Herzen nährende Spätsommertage.

Alles Liebe zu dir,
Sabrina.

PS. Wenn dir dieser Blogbeitrag gefallen hat, leite ihn gerne an Freundinnen und Freunde weiter, an Menschen, von denen du das Gefühl hast, für sie kann er auch wertvoll sein. Ich danke dir.

PPS. Zu einem Leit-Zeichen auf deinem Weg, kann auch deine persönliche Seelenbotschaft werden oder unsere Zusammenarbeit in einer Seelensitzung. Gerne begleite ich dich persönlich.

Wenn du lieber in einer Gruppe zusammen unterwegs bist, schau mal in meine Seminare. Im November startet die nächste 1-jährige Ausbildung “Frauenritualkraft – Verbunden mit dem Zyklischen”. Ein Jahr sind wir im Frauenkreis unterwegs, du lernst dich wieder mit dem Zyklischen zu verbinden, es in deinem Alltag zu leben und auf Wunsch in deiner Arbeit weiterzugeben.

Foto: Sabrina Gundert

 

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. ….den Zeichen folgen, wie Du, liebe Sabrina, es hier beschreibst, heißt fürmich auch, meinen inneren Kompass ausrichten…..zu dem hin, was sich im Körper entspannt anfühlt….Entspannung als zutiefst körperlich empfunderner Zustand hilft mir zur Klarheit zu kommen….und ist, wie ich gerade lese in ” TAo OF TRAUMA” ( von Alaine D.Duncan & Kathy L.Kain) eine Fähigkeit, die erlernbar ist und uns hilf, im Leben gut zurechtzukommen 💕💙 Danke von Herzen, liebe Sabrina, für Deine Worte, die wiedermal so wunderbar passend in mein Leben kommen 💙💕
    Mögen die Zeichen Dich auf segensvolle Weise dorthin leiten, wo Du immer mehr Dein mitgebrachtes Potezial entfalten kannst – zum Deinem Wohle und zum Wohle von allen & allem 🍃🌻💚
    Schönen Spätsommer und reiche Ernte für Dich und Euch alle hier, von Herzen
    Dagmar

    • Danke dir ganz herzlich, liebe Dagmar – für deine Ergänzungen, für dein Teilen, für deine guten Wünsche, die ich sehr gerne mitnehme auf meinen Weg!

      Von Herzen zu dir,
      alles Liebe,
      Sabrina

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