Mein Weg

weg

Zwischen Kühen, Weiden, einem Gebirgsbach und mit Blick auf die Schweizer Berge bin ich in die Selbständigkeit gestartet.

Damals war ich in einem Meditationszentrum gewesen und hatte an einem Nachmittag Stift und Papier genommen und aufgeschrieben, was ich von Herzen gerne tun würde, wofür ich brannte, was ich zu geben hatte in dieser Welt.

Zugleich war es weniger ein ich schreibe als mehr ein es schreibt mich. Geplant hatte ich all das nicht, gespürt manches davon, das sicherlich. Und doch – die Klarheit in der es nun da stand, auf dem Papier, überraschte mich zutiefst.

Wie mein Weg begonnen hat

Zu jener Zeit, im Sommer 2011, hatte ich nur immer mehr gewusst, was ich nicht tun wollte, nicht aber, was ich tun wollte. Bis es auf einmal klar dastand. Und ich entdeckte: Dass die Antworten tatächlich längst schon alle in mir waren, auch wenn sie mir all die Zeit gefühlt so meilenweit weg erschienen waren.

Ich würde mich selbständig machen, Bücher schreiben, eine Website namens handgeschrieben.de haben (wie meine erste Website dann auch hieß), Artikel schreiben, Schreibwerkstätten leiten, Schreibcoachings geben, stand damals auf meinem Zettel.

So bin ich 2012 gestartet. Es war das Jahr, in dem ich – ohne eine Zeile geschrieben zu haben – den Verlag für das Buch „Auf dem Herzensweg“ gefunden habe.

Ich hatte in der Suchmaschine etwas wie „Verlag, spirituelle Literatur, Frauen“ eingegeben (mit der Idee eines Buches, das Mut macht, den eigenen Weg zu entdecken und zu gehen und durch die Geschichten anderer Menschen selbst Begleitung auf dem Weg zu erfahren). Dabei habe ich den Irdana-Verlag gefunden. Die Idee passte, ich bekam die Zusage für einen Vertrag und begann, die zehn Frauen, die ich gemeinsam mit der Verlegerin für das Buch ausgewählt hatte, zu treffen und zu interviewen.

Ein Jahr sollte es dauern von der Idee bis zum Erscheinen des Buches, das dieser Tage in die dritte Auflage geht. Rückblickend war es der Punkt, der meiner Arbeit einen entscheidenden Dreh gab. Die Begleitung anderer Menschen – und vor allem Frauen – auf ihrem Weg wurde zum Herzstück meiner Arbeit, das Schreiben das Mittel, um uns den Themen auf dem Weg zu nähern.

Wodurch er sich gewandelt hat

So wandelten sich die Schreibwerkstätten mehr und mehr, wurden zu Seminaren, die Frauen dabei unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen. Das Schreibcoaching wandelte sich zum Ganzheitlichen Coaching – hier war es vor allem eine Ausbildung im vergangenen Jahr, die mir in diesem Bereich nochmals mehr Tiefe, Vertrauen und Kompetenz geschenkt hat.

Lange prägte der Satz „Hab Mut, deinen eigenen Weg zu gehen!“ Website, Postkarten und E-Mailsignatur. Passen tut er immer noch. Zugleich merke ich, dass meine Arbeit inzwischen noch viel mehr umfasst, dass es um etwas noch Größeres geht.

Darum, Frauen zu begleiten, ihr Leben bewusst zu gestalten, zurückzufinden in ihre Kraft und wirklich erfüllt zu leben.

Weil ich daran glaube, dass, wenn wir gut für uns sorgen, wenn wir kraftvoll im Leben stehen, wir jenes Erfülltsein und jenen Frieden in uns wiederfinden können, der schließlich von uns aus in die Welt strahlen kann. Und so ist meine Arbeit ein stückweit auch tiefste Friedensarbeit.

Was mein Herzensanliegen ist

Zugleich spüre ich da ein Sehnen, bei mir und bei so vielen anderen, einander wieder als Menschen zu begegnen, unser Verbundensein als Menschen und mit einem größeren Ganzen wieder zu erfahren, uns eingebunden zu wissen.

Aus diesem Sehnen, Spüren und Wissen, aus dieser Vision heraus, habe ich den Raum geöffnet, das Gehen des eigenen Weges zu einem Teil davon werden lassen und den Leitsatz in „Hab Mut, dein Leben bewusst zu gestalten.“ gewandelt.

Heute wirkt es auf mich sehr stimmig, rund. Zugleich weiß ich, dass sich meine Arbeit auch von diesem Punkt ausgehend ganz sicher wieder wandeln wird. Weil sie sich automatisch mitbewegt, wenn ich mich bewege. Weil sie sich mitentwickelt, wenn ich mich entwickele.

Räume zu schaffen, in denen wir einander wieder als Menschen erfahren, in unsere Kraft kommen und davon ausgehend beginnen können, auf eine Weise zu leben, die uns wirklich erfüllt, das ist der rote Faden, der sich durch all meine Angebote zieht, und zugleich mein Herzensanliegen.

Was meine Angebote mit meinem Herzensanliegen zu tun haben

So begleite ich Frauen im Ganzheitlichen Coaching in Umbruchs- und Wandlungszeiten, in Krisen, bei offenen Fragen und Entscheidungen dabei, den für sie wirklich passenden Weg zu finden. Denn letztendlich kann uns niemand von außen sagen, welcher Weg wirklich für uns passt. Letztendlich dürfen wir unsere eigene Kraft wieder spüren, die darin liegt, wenn die Antworten Raum bekommen, die wir in uns spüren – und wir es wagen, ihnen zu folgen.

Jene Antworten zeigen sich besonders leicht in einer Auszeit vom Alltag, in neuer Umgebung, mit inspirierenden Menschen und Impulsen. Aus diesem Wissen heraus (denn auch bei mir waren es immer wieder die Auszeiten und Zeiten der Stille, in denen ich entdeckt habe, was wirklich meins ist und was ich in die Welt bringen will) ist schließlich auch das zweitägige Seminar „Geh, wohin dein Herz dich trägt“ entstanden, das Frauen wieder spüren lässt, was ihnen wirklich wichtig ist und wohin ihr Weg sie als nächstes führen will.

Was mich immer wieder staunen lässt

Diese Verwandlungen, die plötzlich möglich werden, wenn wir in unsere Kraft kommen, diese Antworten, die sich in neuer Umgebung auf einmal zeigen, erlebe ich zusammen mit den Teilnehmerinnen immer wieder in den Seminaren. Und wie oft staune ich. Wie sich schon durch einen Abend etwas in eine ganz neue Richtung zu entwickeln vermag. Wie ein ganzer Tag entscheidende Impulse setzt, wie lange ein gemeinsames Wochenende nachzuwirkt.

Oft tun sich danach zurvor nie gedachte Wege auf, Teilnehmerinnen schreiben mir von Möglichkeiten und Lösungen, die ihnen vorher gar nicht in den Sinn gekommen waren und die sich auf einmal so leicht fügen. Manch eine beginnt dann etwas ganz Neues, nimmt einen alten Lebenstraum wieder auf, macht sich vielleicht sogar selbständig.

Auch hier erlebe ich die Begleitung immer wieder als Herzensanliegen. Wenn ich bei der Arbeit an den Websitetexten für eine Frau zusammen mit ihr das größere Ganze herausschäle, das, worum es ihr wirklich geht, was ihr wichtig ist, was sie und ihre Arbeit einzigartig macht. Es ist ein staunender Prozess, der mehr und mehr den Kern freilegt und sichtbar macht, was derjenigen Frau wirklich, wirklich wichtig ist.

Warum Schreiben so viel mehr für mich ist

Und zuletzt ist da das Schreiben. In Büchern, verschiedenen Zeitschriften, für die Seelenbotschaften, im Blog, in den Tagesinspirationen. Es ist – neben der Spiritualität – der rote Faden, der sich durch mein Leben zieht. Für mich ist es weit mehr als bloße, aneinandergereihte Worte. Vielmehr erfahre ich es oft als Heilmittel. Dann, wenn die Worte aus der tiefen Stille kommen, wenn sie wirklich berühren und etwas in uns anstoßen. Und ich weiß um die Wandlungskraft, die in ihnen liegt.

So freue ich mich, weiter zu schreiben, alleine, in den Seminaren, den Einzelsitzungen, für mich, für dich und einander zu begegnen, in unserem Menschsein, mit all unserer Schönheit und Herbheit. Dich persönlich kennenzulernen, wiederzusehen, ein Stück des Weges gemeinsam zu gehen. Sei es in einem Coaching, einem Seminar oder auf andere Weise.

Der Blog ist jedenfalls ein Ort, an dem wir schon heute miteinander verbunden sind.

Herzlich,
Sabrina.

 

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14 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke, liebe Sabrina. Es tut so gut von Dir zu lesen und macht mir immer wieder Mut meinen Weg zu gehen, auch wenn ich als Beamtin auf Lebenszeit da einen ganz anderen Rahmen habe…
    Mit meiner neuen Aufgabe als Standesbeamtin und Amtsleiterin bin ich jetzt da angekommen, wo ich mein Potenzial beruflich leben kann und mich wohl fühle. Privat kommt auch alles ganz langsam dahin wo ich schon immer sein wollte: bei mir, auf meinem Weg.
    Alles Liebe für die und alle Weggefährtinnen!
    Monika Theresia

    • Liebe Monika Theresia,

      hab ganz herzlichen Dank für dein Teilen der Entwicklungen auf deinem Weg – und für deine Rückmeldung zum Mutmachen auf dem Weg 🙂

      Mit Herzensgruß und allen guten Wünschen für deinen Weg,
      Sabrina

  2. Liebe Sabrina,

    Eine lange Auszeit hat auch mich zu mir Selbst zurückgeführt, indem ich mir Zeit für mich genommen habe, Zeit zum Nachdenken, Zeit zum Ausruhen, Zeit zum Meditieren. Ein Kurs in Achtsamkeit half mir sehr dabei in mich hinein zu spüren und zu sortieren was ich wirklich will und brauche.
    Dein Blog hat mir auch immer wieder Denkanstöße gegeben und mir Mut gemacht.
    Die Angst genommen und dass zu tun was ich wirklich mag und meiner inneren Stimme zu folgen.
    Seit 4 Monaten gehe ich meinen Weg und es fühlt sich großartig an.
    Dankeschön, Sophia

    • Liebe Sophia,

      danke dir von Herzen für dein Teilen – es freut mich sehr, dass der Blog dir Inspiration und Begleitung ist auf deinem Weg. Die Achtsamkeit – ja, das war auch das, was mich immer wieder, egal, in welchen Lebenssituationen, getragen, inspiriert, ermutigt, gestärkt hat. Sei es durch formale Meditationen (Sitzmeditationen, Gehmeditationen, Atembetrachtung), durch Achtsamkeitsseminare oder einfach durch das bewusste mich spüren, hier sein, im Wald, am Küchentisch, im Bett. Wie schön, dass die Achtsamkeit auch dich so wunderbar begleitet!

      Herzlich,
      Sabrina

  3. Liebe sabrina.
    Danke für Deine wunderbaren Newsletter.Du schreibst wunderbar und bist es auch.
    Deine Worte berühren die Menschen in ihrem Herzen und Du machst Mut – loszugehen.

    Alles Liebe
    Ruth

  4. Liebe Sabrina!
    Seit Wochen verfolge ich deine Beiträge und bin sehr dankbar dafür. Ich suche auch meinen Herzensweg und es beruhigt mich sehr, wenn du von deinem offen erzählst. Es ermutigt mich und schenkt mir Vertrauen, doch noch ein bisschen ehrlicher und tiefer in mir zu suchen. Ich darf danach suchen, das Leben darf berühren und es darf schön sein. Gar nicht so einfach. Aber ich kann auch nicht mehr anders. Liebe Grüsse Manu

    • Liebe Manuela,

      nicht anders mehr können – ja, das kenne ich auch sehr gut. Das kann herausfordernd sein und zugleich macht es die Dinge einfach: Weil du einfach gehst, ohne zu fragen. Weil du dieses Ziehen in dir spürst, dem du folgen kannst, dem du folgst.

      Daher von Herzen Danke für deine Rückmeldung und guten Rückenwind und Vertrauen auf deinem Weg,
      herzlich,
      Sabrina

  5. Liebe Sabrina,
    auch heute haben mich Deine Worte wieder sehr berührt und ich möchte Dir für Deine Offenheit von Herzen danken.
    Denn darin schwingt für mich genau das Vertrauen mit, das wir brauchen, um uns zu öffnen, um uns herzlich zu begegnen…und unsere Verbundenheit wieder zu spüren….

    Schön, daß Du uns diesen Raum hier und Deine Herzensworte zur Verfügung stellst und uns begleitest!

    Danke auch an alle Teil-nehmerInnen – Euch allen ein schönes & liebe-volles WE!

    Viele LG,
    Dagmat

    • Liebe Dagmar,

      danke dir für deine Zeilen und deine Rückmeldung! Ja, auch mich berührt es immer wieder sehr, wenn wir beginnen, uns für- und miteinander zu öffnen. Uns zu zeigen in unserem Sosein, unsere Schönheit, Kraft und Stärke zu entdecken, zu erforschen, was da noch ungelebt in uns wartet, zu stärken, was schon beginnt zu blühen.

      So für heute ganz herzliche Grüße zu dir,
      alles Liebe,
      Sabrina

  6. Liebe Sabrina,
    Ein tolles neues Motto, das mich sehr anspricht.
    Liebe Grüsse
    Und viel Glück auf deinem weiteren Entwicklungsweg
    Von Herzen
    Dagmar

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