Wege der Heilung

Wenn ich in mein Leben, das meiner Klientinnen und Klienten wie in die Welt im Gesamten hineinspüre, fühlt es sich an, als würden wir alle vor einem riesigen Nadelöhr stehen.

Alles, was lange schon nicht mehr trägt, nicht mehr rundläuft, strebt zutiefst danach, in die Heilung zu kommen. Jeder Heilung geht ein Schmerz voraus. Ein Schmerz, den wir (verständlicherweise) oft nicht wahrhaben wollen. Von dem wir meinen, wir bekommen das schon hin, wenn wir uns nur noch ein wenig mehr anstrengen, noch etwas mehr leisten.

Wenn wir noch stärker festhalten, ja, dann bliebe vielleicht alles wie immer (was es, sind wir ehrlich mit uns, schon lange nicht mehr ist). Dann müssen wir uns vielleicht nicht dem fehlenden Boden unter unseren Füßen stellen, nicht der Angst, die mit ihm verbunden ist.

Was ich auch wahrnehme, ist, dass uns eine gewisse Krisenfestigkeit verlorengegangen ist. Überall sehen wir, dass bei anderen alles vermeintlich immer rund läuft. Überall scheint es nur Erfolge zu geben – außer bei uns.

Dabei gehören Krisen, Wandlungszeiten
und Veränderungen zum Leben dazu.
Ebenso wie ein gefühltes Scheitern hin und wieder.

Ich sehe an mir, dass mir das immer wieder Durchgehen durch diese Krisen hilft, in der nächsten Krise besser zu wissen, a) wie ich mich selbst unterstützen kann, b) was und wer mir hilft, durch sie hindurch zu gehen, c) den Mut zu fassen, überhaupt weiterzugehen.

Ich erlebe in meiner Arbeit – in der Einzelarbeit wie in den Seminaren –, dass mich kaum etwas schocken oder überraschen kann. Aus zu vielen tiefen Krisen habe ich schon getrunken, so vieles selbst bereits erlebt.

Das ermöglicht es mir, dazubleiben und Zeugin zu sein, wenn eine Klientin, ein Klient, in Not ist, und gemeinsam mit ihr oder ihm durch das Nadelöhr zu gehen, das sich auftun und durchschritten werden will.

Und: Mit dir ist nichts falsch, nur weil du gerade gefühlt in einer Sackgasse, einer Krise oder einer tiefgreifenden Wandlung deines Lebens steckst. Wenn ich eines auch gelernt habe, ist es, dass es immer weitergeht, immer besser wird, erlaube ich der Wandlung zu geschehen. Und dass ich stets geführt und getragen bin, auch, wenn ich es in solchen Momenten zunächst vielleicht nicht wahrnehmen kann.

Letztendlich will der Teil unseres Lebens,
in dem die Krise auftaucht, heil werden.
Letztendlich ist eine Krise ein einziger Ausdruck,
eine Möglichkeit, in die Heilung zu kommen.

Wege und Möglichkeiten, Erinnerungen und Ermutigungen zu dieser Heilung – in unserem eigenen Leben wie in der Welt – habe ich mit den Artikeln und Videos unten für dich zusammengestellt.

Mögest du darin etwas finden, was dich jetzt wertvoll unterstützt und ermutigt weiterzugehen auf deinem Weg.

Ich sehe dich.

Erinnere dich: Du bist nicht alleine. Wir sind bereits viele auf dem Weg.

Von Herzen mit Liebe zu dir,
Sabrina.

PS: Wege der Heilung

  • Das Heilige, für das du gekommen bist.
    Ein Text, der dich wieder mit dem Sinn und Wert deines Lebens zu verbinden vermag. Mit dem, wofür du gekommen bist.
  • Botschaft an die Frauen.
    Danke für diese Heilungsbotschaft der Männer an die Frauen. Es braucht Frauen wie Männer, die für das Neue gehen, das sie in der Welt leben wollen.
  • Die eigene Medialität leben.
    Erlauben wir uns, alle Anteile, die schmerzhaften wie unsere kraftvollen, wieder anzunehmen, finden wir zu tiefem Frieden. Wie ich meine Medialität wiederangenommen habe (viele hatten danach gefragt), darüber schreibe ich in diesem Artikel bei Newslichter.de.
  • Ermutigungs-Videos für dich.
    Ein neues Wir, den eigenen Herzensweg finden und gehen, der Umgang mit Schwellenzeiten – über die Jahre habe ich mehrere Videointerviews gegeben, die ich jetzt auf einen Blick für dich zusammengestellt habe.
  • Interviews mit mir.
    Oft habe ich ebenfalls über das, was es braucht, um dem eigenen Weg zu folgen, wie über die Hintergründe von meinem Weg gesprochen. Diese Interviews in Textform findest du jetzt auf einen Blick für dich. Mögen sie dir wertvolle Inspiration sein!

(Fast) tägliche Inspirationen findest du auch auf meiner FB-Seite.

Foto: Raphi See photography

 

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12 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. ….Danke von Herzen, liebe Sabrina, für Dein Erinnern daran, daß Leben Veränderung ist…..(ich freu mich schon auf Dein Buch über Schwellenzeiten 😍) und für das Zusammenstellen der „Wege der Heilung“ im P.S. – was für ein segensreicher Überblick 🌸🍃

    Danke von Herzen an Euch, liebe Judith, Cordula und Jeanettes, für Euer teilen und die Möglichkeit des Austausches hier – es hat mich sehr berührt, was Ihr geschrieben habt und auch nachdenklich gestimmt….🌸🍃

    Habt einen angenehmen Wochenausklang und ein erholsames Wochenende 🌼🍃
    GLG,
    Dagmar

  2. Liebe Sabrina,

    ich danke dir für diesen Beitrag.
    Das begegnet mir, gerade in der letzten Zeit, immer häufiger: Menschen, die in Krisen stecken, werden belächelt oder abgetan – und nehmen sich selbst oft nicht ernst. Und so glauben sie, dass sie nicht in Ordnung sind.
    Gerade das aber fällt bei vielen Menschen auf „einen bereiteten Boden“ – denn viele von uns haben früh schon gelernt, dass sie nie „gut genug sind“. Das ist fatal, denn das verstärkt die Krise und die Angst davor, durch die Krise hindurch zu gehen.
    Ich habe für mich ein anderes Bild als das deines „Nadelöhrs“ – obschon das auch ein sehr treffendes Bild ist.
    Mein Bild dafür ist seit Jahren der Mohn im Frühjahr (Anfang April habe ich ein solches Foto in meinem Blog veröffentlicht).
    Die Blüte ist eingeschlossen in einer Kapsel und bevor sie sich entfalten kann, braucht es einen Anfang: Es beginnt mit einem Riss, bevor sich die feste Kapsel Stück für Stück öffnet und die Blüte sich ins Licht schieben kann.
    Dieses Bild ist mein Bild für und ich liebe es, weil das, was werden soll oder wird, oft schon durch den Riss zu entdecken ist.
    Und es zeigt, dass es den richtigen Zeitpunkt braucht – und Vertrauen ins Werden.

    Herzlich
    Judith

  3. Liebe Jeannette ,
    Danke von Herzen für dein einfühlsames Schreiben! Ja, das stimmt , Geduld und Hören darauf, was meine SEELE mir sagen möchte!
    Herzlich,
    Cordula

  4. Liebe Herzensweggefährtin,
    es ist mir schon lange ein Herzensbedürfnis, Dir für Dein Wirken DANKE zu sagen. Sooft sprichst Du mir aus der Seele und berührst mich tief. Deine Worte lassen tief in mir drin ein nährendes Gefühl entstehen, so als ob ich liebevoll umarmt werde.

    Ich habe mit meinen 53 Jahren selten einen Menschen getroffen, dessen Worte mich so sehr zum Nachdenken gebracht und ermutigt haben, voller Vertrauen in mich selbst, meinen ganz eigenen Weg zu gehen und meinem Herzen zu folgen.

    In meiner Kindheit erlebte ich viel Schmerz, im Innen, wie im Außen.
    Oft hatte ich berufliche und private Neuanfänge, bis ich anfing, mich mit mir und meinen Ahnen auseinanderzusetzen. Dies im Einzelnen wiederzugeben würde hier den Rahmen sprengen; ich habe mittlerweile viele Themen aufgearbeitet, habe einen tiefen Frieden gefunden und möchte, so wie Du, jetzt beruflich in die Selbstständigkeit gehen, um als Achtsamkeitscoach anderen Menschen Mut zu machen, ihren eigenen Herzensweg zu beschreiten.

    Herzensgrüße aus Thüringen
    Jeannette

    • Liebe Jeannette,

      vielen, vielen Dank für deine so herzliche, achtsame Rückmeldung, die mich sehr berührt und gefreut hat. Danke für dein Teilen von deinem Weg und wie schön, dass dich die Worte so wertvoll begleiten.

      Möge dein Weg als Achtsamkeitscoach ein leichter sein und mögen die Menschen zu dir finden, für die du genau jetzt eine wertvolle und wegweisende Weggefährtin bist.

      Herzlich,
      Sabrina

  5. Liebe Sabrina , Danke, ja… das Nadelöhr !!! Immer wieder stehe ich davor ! Wie genau auch zur Zeit! Ich weiß für mich, was zu tun ist, und doch tue ich es nicht !
    „Wenn ich eines auch gelernt habe, ist es, dass es immer weitergeht, immer besser wird, erlaube ich der Wandlung zu geschehen.“… genau, das ist der Punkt, diese Wandlung mir zu ERLAUBEN !! Und, in meine Stärke statt in meine Angst zu gehen!!!! Und Unsicherheit zu riskieren und auszuhalten. Ja, im Vertrauen, getragen zu sein. Ich wünsche mir, ES zu tun… (wovor ich Angst habe) . Vielleicht gehts drum, dies „vollblütiger“ zu wünschen und ….dh., dem
    Wunsch mehr Gewicht zu verleihen als der Angst !!! …. alles LIEBE!

    • Liebe Cordula,

      das ist für sehr viele Menschen das Problem…aus Angst zu versagen oder auch aus Bequemlichkeit…die Komfortzone zu verlassen, wird nicht der entscheidende Schritt getan.

      Ich war oft in derselben Situation, zuletzt im Oktober letzten Jahres. In diesem zurück liegenden halben Jahr, habe ich es geschafft, mich innerlich neu auszurichten.
      Täglich nehme ich mir Zeit für mich, um zu erspüren, wie gut es sich anfühlt, sich selbst mit liebevollen Gedanken und Gefühlen nähren zu können. Dies vermissen viele von uns…

      Manchmal muss der Leidensdruck erst sehr groß werden, ehe wir in die Veränderung gehen.
      Vielleicht brauchst Du noch etwas Zeit für Deinen nächsten Schritt! Sei geduldig und liebevoll mit Dir und noch ein Tip: nimm Dir regelmäßig Zeit, um herauszufinden, was Deine Seele Dir sagen möchte.

      Ich wünsche Dir alles liebe auf Deinem Weg,
      Jeannette

      • Ja, Danke, Jeannette, für deine Ermutigung ! Und dein persönliches Mitteilen; das „hilft“ immer am wirkungsvollsten! Mittlerweile hab ich echt einen Schritt in die „richtige“ Richtung vollzogen, und es gibt mir ein ruhiges Gefühl!
        Herzlich,
        Cordula

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