Wovon träumst du?

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Auf meinem eigenen Weg haben mich die Geschichten anderer Frauen, die ihrem Herzensweg folgen, immer wieder bestärkt, selbst weiterzugehen. Sie haben mir Mut gemacht, wenn ich zu zweifeln begann. Haben mir gezeigt, dass Krisen, Zweifel und Ängste ganz natürlich sind auf diesem Weg.

In diesem Herbst ist nun das Buch Hab Mut und geh – Das Herzenswegpraxis erschienen. Ein Buch voll Impulsen, Inspirationen und Übungen für deinen Weg. Zum Lesen, Reinkritzeln, Visionen entwickeln und nächste Schritte gehen.

Passend zur Bucherscheinung möchte ich dir im Herzensweg-Impuls nun einmal im Monat eine Geschichte schenken. Die Geschichte einer mutigen, ängstlichen, zweifelnden und wunderbaren Frau (so wie du und ich – alle Männer sind natürlich auch gemeint!), die sich aufgemacht hat, ihre Träume zu leben.

Lebt ihren Traum: Maria arbeitet als Puppengestalterin

So, wie Maria Ribbeck, Puppengestalterin aus Berlin. Nach ihrem Studium in Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation und der Geburt ihrer Tochter direkt im Anschluss an dieses tauchte die Frage auf, was sie beruflich eigentlich wirklich machen wollte.

Sie wusste: Es sollte etwas mit den Händen sein. Schon als Kind hatte sie viele Handarbeiten gemacht und wollte nun, als Erwachsene, ein möglichst vielseitiges und zeitloses Produkt herstellen. Eines, für das es immer eine Nachfrage gibt und bei dessen Herstellung sie all ihre Interessen und Fähigkeiten ausleben kann.

So ist sie bei den Puppen gelandet. Hat sich autodidaktisch in die Puppenmacherei eingearbeitet. Doch würde sie auch davon leben können? Das war lange eine Frage. Heute weiß sie die Antwort: Ja, sie kann.

Seit 2007 ist Maria nun mit ihrem Label Mariengold selbständig – und stellt professionell handgemachte Puppen her, gibt Kurse in Berlin und schreibt E-Books mit Anleitungen zum Puppenmachen.

Was das Schönste ist, dass sie bislang auf ihrem Weg entdeckt hat? „Meine Freiheit. Bis zu dieser ersten bewussten Entscheidung mit Anfang 20, beruflich meinem Herzen zu folgen, habe ich mehr oder weniger die Erwartungen anderer erfüllt. Jetzt lebe ich voll und ganz in dem Bewusstsein, dass ich für mein Glück selbst verantwortlich bin und alles erreichen kann, was ich möchte.“

Wie ihr Weg aus dem Nebel hin zu einem erfolgreichen Label ausgesehen hat – davon erzählt Maria in unserem Gespräch in dieser Woche:

Maria – wie war der Start auf deinem Herzensweg?

Die größte Herausforderung bestand für mich von Anfang an darin, den eigentlichen Weg immer klarer zu erkennen, während ich mich innerlich von einer Vision meines Lebens leiten ließ. Ganz konkret auf meine berufliche Selbständigkeit bezogen war das anfangs vor allem die Frage, wie es mir gelingen kann, von meinem Kunsthandwerk zu leben. Während meine innere Stimme mir immer wieder versicherte, dass alles gut werden wird, wusste ich im Alltag oft nicht, was der nächste Schritt für mich und mein Unternehmen ist.

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Wie bist du mit diesen Herausforderungen umgegangen?

Mit Vertrauen. Bis zu meinem Weg in die berufliche Selbständigkeit war mir gar nicht bewusst, wie groß mein Vertrauen in mich selbst eigentlich ist. Ich hatte immer eine gute Verbindung zu meiner inneren Weisheit, die mir die unerschütterliche Gewissheit gab, dass ich auf dem richtigen Weg bin. In herausfordernden Zeiten hat mich auch mein Partner unterstützt, vor allem indem er mir das Gefühl gab, dass ich unter keinem Druck von außen stehe. Er kennt mich gut und weiß, dass jede Form von Erwartung und Druck mich blockiert.

Sicherlich bist du auf deinem Weg schon so einigen Ängsten begegnet. Wie gehst du mit ihnen um?

Diffusen Ängsten begegne ich vor allem, indem ich mich mit meiner inneren Weisheit und dem Vertrauen verbinde, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Bei konkreten Ängsten wende ich mich zuerst an meinen Partner. Meist lösen sich die Ängste in diesen Gesprächen. Manchmal hole ich mir auch professionelle Unterstützung von Menschen, die sich in dem Bereich gut auskennen, in dem ich Ängste habe.

„Nichts erfüllt mich mehr als zu spüren und zu erleben,
dass ich mein Leben selbst gestalte.“

Gehören diese Ängste für dich zum Weg mit dazu?

Ängste gehören für mich zum Leben dazu. Ich kenne meine Ängste sehr gut und weiß mittlerweile, dass sie mir ziemlich sicher anzeigen, wo es für mich im Leben hingeht, nämlich genau dahin, wo die Angst sitzt. Meine größten Ängste sind soziale Ängste, die sich um das Miteinander mit anderen Menschen drehen. Wann immer ich mich auf meinem beruflichen Herzensweg diesen Ängsten gestellt habe, hat sich gezeigt, dass in ihnen das größte Wachstums- und Glückspotenzial für mich lag. Viele dieser Ängste sind mittlerweile aufgelöst und ich fühle mich sowohl beruflich als auch privat sehr wohl in der Gegenwart von anderen Menschen.

puppenWoher wusstest du, ob dein nächster Schritt auf dem Weg dich nach links oder rechts führen würde?

Ich bin immer meiner Freude und dem Gefühl gefolgt, dass es mir einfach gut tut. Wann immer ich dieses Gefühl verspürt habe, wusste ich, dass ich richtig bin. Wenn ich mir unsicher war, ob ich auf noch auf dem richtigen Weg bin, habe ich mich gefragt, ob es sich richtig anfühlt, ob es mir Freude macht und ob ich gerne morgens dafür aufstehe. Die Antwort kam immer direkt aus dem Bauch und hat mir Gewissheit gegeben.
Ein anderes wichtiges Zeichen war stets die Aussicht auf das Verlassen meiner Komfortzone und was das in mir ausgelöst hat. Widerstände, so unangenehm sie auch waren, haben mir deutlich gezeigt, dass dort, außerhalb meiner Komfortzone, der nächste Entwicklungsschritt auf mich wartet und dass es sich lohnen würde, das Abenteuer zu wagen.

Hast du Dinge erlebt auf deinem Weg, die erst im Rückblick einen Sinn ergeben haben?

Ich habe jahrelang mit meinem Studium gehadert, das mich zu einer Kommunikationsfachfrau ausgebildet hat. Oft habe ich es als Zeitverschwendung betrachtet und mich geärgert, dass ich bei der Wahl meines Faches nicht meinem Herzen gefolgt bin und ein künstlerisches Studium aufgenommen habe.
Einige Jahre später, als es darum ging, die Produkte zu vermarkten, die ich in meiner beruflichen Selbständigkeit herstellte, eröffnete sich mir endlich der Sinn meines Kommunikationsstudiums. Es fiel mir leicht und ich hatte auch noch Freude daran, mein Unternehmen professionell aufzubauen und zu vermarkten und meine Produkte zu verkaufen. Ohne mein Studium hätte ich sicher nicht so leicht Zugang zu diesem Aspekt meiner Selbständigkeit gefunden.

„Ich weiß, dass ich auf meinem Weg bin, weil ich jeden Morgen gern aufstehe
und neugierig und vorfreudig auf den neuen Tag bin.“

Was ist das Schönste oder Wertvollste, das du bislang entdeckt hast auf deinem Weg?

Meine Freiheit. Bis zu dieser ersten bewussten Entscheidung mit Anfang 20, beruflich meinem Herzen zu folgen, habe ich mehr oder weniger die Erwartungen anderer erfüllt. Dabei habe ich mich nicht unfrei gefühlt, wohl schlicht und einfach weil ich nicht wusste, wie gut sich Freiheit und Selbstbestimmung anfühlen. Zur Freiheit gehört für mich auch die Selbstwirksamkeit und damit das Wissen darum, dass wir uns unser Leben selbst erschaffen.
Diese Erkenntnis ist für mich der Schatz meines Herzensweges. Jetzt lebe ich voll und ganz in dem Bewusstsein, dass ich für mein Glück selbst verantwortlich bin und alles erreichen kann, was ich möchte.

vaseGab es etwas, das du beim Losgehen auf deinem Herzensweg gesucht hast? Hast du es gefunden?

Sicher habe ich mich ein Stückweit selbst gesucht. Mein beruflicher Herzensweg begann mitten in meinen 20ern, ich war verheiratet und hatte ein kleines Kind, wusste aber kaum, wer ich selbst eigentlich war. Mich selbst zu entdecken, war sicher eine starke Motivation, mich auf den Weg meines Herzens zu machen.
Ob ich mich selbst gefunden habe? Ich bin mir auf die Spur gekommen, kenne jetzt meine Stärken, Fähigkeiten und Interessen besser, weiß auch, was ich nicht so gut kann und was ich nicht besonders gern mache. Ich fühle mich jetzt mehr verbunden mit meiner inneren Stimme. Auch wenn ich nicht weiß, was die Zukunft bringt, so habe ich jetzt vielmehr als vor zehn Jahren das Vertrauen, dass alles gut wird. Und dass alles gut ist, wie es ist.

*

Wie geht es dir auf deinem eigenen Weg? Und: Wovon träumst du? Hast du deinen Traum schon umgesetzt – ganz oder zum Teil?

Eine gute Woche für dich,
alles Liebe,
Sabrina


(Mit ganz herzlichem Dank an Maria für die schönen Fotos und an die FotografInnen Mariengold, Jens Passoth und Franziska Russo)

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1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Die Worte von Maria haben mich tief berührt und mir gezeigt, dass es das Wichtigste ist an sich zu glauben und einfach anzufangen. Ich habe mir zwei Ihrer Leitsätze in meinen Kalender geschrieben und werde sie mir täglich zu Herzen nehmen und nun daran Arbeiten, dass auch ich meinen Traum endlich ganz lebe. Vielen Dank auch an dich für diese inspirierende Seite.
    Liebe Grüße
    Rita (Engelmedium)

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