Eine Vision

Ich habe eine Vision.

Die Vision einer Gesellschaft, in der Menschen, haben sie Bauchweh, trauern um einen Verstorbenen, sind gerade in einer Krise oder fühlen sich einsam, nicht in ein Krankenhaus oder eine Therapie kommen, sich auch nicht in ihr Bett zurückziehen müssen, sondern willkommen sind mitten im Kreis.

Eine Gesellschaft, die um den heilsamen Wert ihres Miteinanders weiß. Die darum weiß, dass es meist nicht vielmehr braucht, um heil zu werden, als eine wärmende Decke, ein Lied und das Willkommensein im Kreis der anderen.

Ich habe die Vision einer Gesellschaft, die – statt ihre öffentlichen Räume mit Asphalt und Beton zu verkleiden – Wildbienenwiesen und Ahornbäume in den Zwischenräumen wieder willkommen heißt und darum weiß, dass diese Zwischenräume oft wichtiger sind als das Gebaute drumherum.

Eine Gesellschaft, die Flächen an Bahnhöfen, Ampeln, Litfaßsäulen und Plakatständern nicht länger dafür nutzt, einander Versicherungen, Tomatenketchup oder Schmerztabletten zu verkaufen.

Sondern eine Gesellschaft, die stärkende Botschaften für einander aufhängt, um sich zu erinnern. Botschaften, wie:
Atme, du lebst, Spüre den Boden unter deinen Füßen oder
Schön, dass du da bist.

Ich habe die Vision einer Gesellschaft, in der alle den Wert der Achtsamkeit schon einmal erfahren haben. In der sie wissen, wie wertvoll es ist, einander in Stille, Ruhe und Rücksichtsnahme zu begegnen – und auch beieinander zu bleiben, wenn es schwierig wird.

Ich habe die Vision einer Gesellschaft, die ebenso die Freude kennt und weiß, wie sehr es den eigenen Tag wie den des Nachbarn verändern kann, wenn wir uns am Morgen mit einem Lächeln begegnen.

Ich habe die Vision einer Gesellschaft, in der Zeitungen und Onlinemagazine ihre Leserinnen und Leser ermutigen, an ihre Träume zu glauben, für das zu gehen, was ihr Herz ihnen sagt und es umzusetzen. Und sie daran erinnern, dass wir alle miteinander verbunden sind.

Ich habe die Vision einer Gesellschaft, die um die Kraft der Gedanken, des gesprochenen wie geschriebenen Wortes weiß und die gelernt hat, sich die Welt des Friedens und Miteinanders bewusst in Existenz zu rufen.

Ich habe die Vision einer Gesellschaft, in der wir einander wieder sagen, dass wir uns lieben, achten und wertschätzen. Dass wir froh darüber sind, dass die und der andere da ist. Dass wir dankbar sind dafür, einander als Menschen zu haben. Und somit das Schöne, Kraftvolle in einander wachsen lassen.

Ich habe die Vision einer Gesellschaft, in der Singen, Trommeln, Tanzen, Lachen und Umarmen wieder natürlicher Bestandteil des Lebens wie des Heilens sind.

Einer Gesellschaft, die um die Kraft der Kreise weiß, um das achtsame Zuhören und Sprechen von Herzen. Eine, die sich ihrer Fähigkeiten und Werte, ihres Menschseins – aufgespannt zwischen Himmel und Erde – wieder bewusst ist. Einer, in der es pure Freude ist zu leben.

Weil ich mich in ihr entwickeln kann, weil ich gesehen werde, weil ich Teil von ihr sein darf – im Schmerz wie in der Freude.

Ich habe die Vision von dieser Gesellschaft und lasse sie im Visionieren Tag für Tag mehr Realität werden. Ich rufe diese Gesellschaft und datiere sie auf 2020. Was bis dahin wohl noch alles möglich ist?

Von Herzen,
Sabrina.

PS. Inspirierend dazu: Das Lied „Hand in Hand“ von Sabine Bevendorff. Auch enthalten im Magazin Verbundensein. Zu dem gibt es bis Mittwoch, 20.12.2017 übrigens als Dank an dich eine kleine Überraschung zu jeder Bestellung mit dazu. Für dein Dasein, Dabeisein, Unterstützen meiner Arbeit. Von Herzen Danke.

Foto: Einen Dank an Nicole Nerger für das Foto der Himmelslaterne oben. Ihre Bilder begleiten uns auch im aktuellen Online-Jahresausklang und sind in Kürze als Begleiter für das neue Jahr erhältlich.

 

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24 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Sabrina,
    danke Dir herzlich für Deine schönen Anregungen, Ergänzungen und Wieder-Erinnerungen. Ja, die Welt bräuchte wirklich noch etwas anderes, als wir das momentan erleben – und ich bin eine Frau, die immer auf der Suche ist nach den kleinen Dingen, die so gern übersehen oder als selbstverständlich betrachtet werden. Schön, dass ich damit nicht alleine bin.
    Eine liebevolle Umarmung zu Dir nach Engen und Grüße
    Judith

    Schau mal hier:
    https://mutigerleben.wordpress.com/page/4/
    oder hier
    https://mutigerleben.wordpress.com/2017/11/22/ein-glaenzender-tag/

  2. Liebe Sabrina,
    danke für deine Bilder, in die ich hineinwandern kann und mich einrichten.
    Ist es nicht ein wunderbarer Anfang überall schöne GUTE Botschaften zu verteilen ?!:) Unsere inneren Geschenke in echte Worte kleiden und sie liegenlassen. Das ist eine wundervoller Anfang für eine Revolution des Lichts!
    Herzlichst Ava

    • Liebe Ava,

      hab Dank für deine Rückmeldung und Inspiration! Ja, mir ist es immer wieder eine Freude, das Nährende, Stärkende so in die Welt zu bringen. Schön, dass wir gemeinsam unterwegs sind!

      Herzlich,
      Sabrina

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