Was ist deine Medizin?

medizin

Vor einigen Jahren noch hätte ich eine Medizin höchstens einem Arzt zugestanden.

Ja, ich hätte sie mit nichts anderem in Verbindung gebracht. Wenngleich ein Teil von mir es – glaube ich – schon immer gewusst hat. Dass jede und jeder von uns ihre eigene Medizin in sich trägt. Dass wir alle die Heilung für uns und die Welt schon in uns tragen.

Meine eigene Medizin ist dabei für mich eng mit meinem Herzensweg verbunden. Mit dem, was ich in der Welt zu geben habe. Mit dem, von dem ich spüre, dass es mich unweigerlich anzieht, dass es sich ausdrücken möchte, dass es der rote Faden ist, der sich seit jeher durch mein Leben zieht.

Denn da gibt es etwas tief in meinem Inneren,
das nach Ausdruck verlangt.
Das gesehen werden will. Das wirken will.

Für mich ist meine Medizin das Schreiben. Ich habe keine logische Erklärung dafür, außer vielleicht die, dass meine Eltern als Kind viel mit mir gelesen haben und oft in der Bücherei waren – aber ich glaube, der Urgrund dieser Medizin liegt viel tiefer.

Denn das Schreiben ist etwas, was sich – egal auf welche (Ab-)Wege ich in meinem Leben gelangt bin – immer wieder Bahn gebrochen hat. Egal, wie verschüttet es war, egal, wie sehr ich es vernachlässigt habe. Immer wieder kam da ein: schreib. War da ein Wissen davon, dass es das ist, was ich in dieser Welt zu geben habe.

Doch es geht mir nicht nur um die Heilung nach außen, sondern ich merke, die eigene Medizin, sie hat unglaublich viel auch mit der Heilung nach innen zu tun. Schreibe ich, kommt etwas in mir zur Ruhe, kommt etwas bei sich an, entspannt sich etwas in mir. Weil ich weiß, dass ich hier richtig bin. Weil ich spüre, dass das mein Platz und mein Wirken ist in dieser Welt – und damit verbindet sich meine eigene Heilung mit der der Welt auf tiefste Weise.

Was für mich besonders wichtig ist zu erinnern:
Dass wir alle diese, unsere Medizin in uns tragen.
Jede und jeder von uns.
Dass es keine Ausnahmen gibt. Dass nicht nur ausgewählte, besondere, irgendwie bessere Menschen
solch eine Medizin in sich tragen. Sondern wir alle.

Eine Medizin, die unser Leben aufs Tiefste durchdringt. Vielleicht leben wir sie schon. Vielleicht nach außen in der Welt, vielleicht im Stillen für uns. Vielleicht ahnen wir sie auch nur zart, vielleicht sind wir ihr schon ganz nah.

Was ich erinnern möchte, ist: Wir brauchen nicht im Außen nach den Medizinen zu suchen, die uns und die Welt heilen können. Wir müssen nicht immer noch etwas hinzufügen – sondern vor allem hinwegnehmen. Um wieder näher dranzukommen. An uns, unsere Wunden, unsere Herzensverletzungen – und an unsere Kraft, unseren Platz in dieser Welt und an unsere Medizin.

Denn sie ist hier, hier und jetzt, immer schon gewesen. Und sie wird bleiben, ob wir sie heute schon kennen und leben oder noch kaum ahnen.

Wir alle tragen unsere Medizin in uns. Und wir können mit ihr heilen. Uns selbst, die Menschen um uns und die Welt.

Alles Liebe,
Sabrina.

PS. Gemeinsam in einer tragenden Frauenrunde deine Medizin stärken – das geht jeden Monat beim Abendseminar “Am nährenden Feuer: Meine Medizin stärken“. Nächster Termin: Montag, 23. Januar 2017 in Engen.

Erkunden, was deine Medizin ist und wo dein Herzensweg weitergehen will – dafür ist Raum beim Wochenendseminar “Geh, wohin dein Herz dich trägt” am 04./05. Februar 2017 in Konstanz am Bodensee. Und am 04./05. März 2017 in Winterthur (CH). Sei willkommen.

 

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17 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ein gutes Neues Jahr, liebe Sabrina & liebe Mitwirkende ?

    Danke für die Impulse in Deinem Beitrag & für Eure Antworten – ich LIEBE es zu Kochen & Backen & Essen ? weil ich dabei was Neues lernen & erschaffen kann, zur Ruhe komme, Freude empfinde, was Leckeres und Stärkendes bereite & aufnehme, kreativ bin….und es erinnert mich auch daran, wie das Leben so ist….z.B.kann man manchmal oft aus ganz wenig Zutaten (und viel Liebe) etwas ganz Besonderes “zaubern”….in jeder Hinsicht ?danke an meine Mama, die mir das so vorgelebt. und auf meine Weg mitgegeben hat ?

    GLG,
    Dagmar

    • Liebe Dagmar,

      wow, wie schön! Danke dir für das Teilen deiner Medizin! Und für die Erinnerung daran, dass sich ebenso aus ganz wenigen Zutaten und mit viel Liebe etwas Wunderbares kreieren lässt (so, wie beim Rote-Beete-Risotto aus dem Online-Jahresausklang, das es hier bei mir gerade gestern wieder gab – so leicht, so fein).

      Herzlich,
      Sabrina

      • …oh, jaaa, das Rote-Bete-Risotto !!! Das lieb ich auch – lecker ist das :))

        Maria’s Anregung Dir für Deine Beiträge was zu spenden/zahlen hat mich sehr begeistert – denn für mich sind diese schon so wertvoll & impulsgebend wie ein Seminar…und schliesslich stecken da wie dort Deine Zeit, Energie, Dein Wissen….drin 😉 – danke, Maria!!!!

        Schönen Abend Euch allen 🙂

      • Liebe Dagmar,

        es freut mich, dass dir das Rote-Beete-Risotto auch so schmeckt!

        Ja, ich habe Marias Idee aufgegriffen und bin gerade im Hintergrund mit meiner WordPressfrau an einer entsprechenden Möglichkeit am werkeln. Wenn es soweit ist und wir fertig sind, gebe ich gerne Bescheid!

        Mit einem herzlichen Gruß,
        Sabrina

      • Liebe Maria, liebe Dagmar,

        ganz frisch gibt’s jetzt rechts in der Spalte neben dem Blog die Möglichkeit, einen freiwilligen Beitrag zu geben – per Überweisung oder PayPal! Danke euch für eure Inspiration hierzu!

        Herzlich,
        Sabrina

  2. Hallo Sabrina,
    ich schliesse mich den Worten von Björn an. Deine Blogs erreichen mich immer tiefer. Du sagst mit Worten das, was auch in mir geschieht, ich könnte es nie so ausdrücken.
    Da ist noch ein Bedürfnis: Ich fühle mich, wenn Deine Newsletter kommen, immer so als die Nehmende. Teil doch der Einfachheit halber uns, die wir von Dir nehmen, Deine Konto-Nr. mit. Sodass wir (ich denke, anderen geht es vielleicht auch so wie mir) für einen gesunden Ausgleich sorgen können. Herzverbunden Maria

    • Liebe Maria,

      von Herzen Danke für deine Zeilen! Es freut mich, dass die Blogbeiträge dich so wohltuend begleiten!
      Und was für eine schöne Idee, der Ausgleich für die Worte, bei denen ich nie an einen finanziellen Ausgleich gedacht hatte. Ich bewege das mal in mir und schaue, wie das technisch und ohne alle Daten online zu stellen möglich ist. Eine schöne, wertvolle Idee ist es allemal! Und eine große Freude, dass du sie eingebracht hast! Denn ich spüre immer wieder auch die Frage in mir: Wenn ein Mensch, eine Gabe hat, für die vielleicht im normalen Wirtschafts- und Arbeitssystem kein Raum ist, wie kann er dann dennoch davon leben oder mit ihr sein Einkommen generieren. Wie schön, dass du einen möglichen Weg aufzeigst!

      Ich sende dir jetzt erst einmal gleich persönlich noch eine E-Mail mit den Daten, dann kannst du gleich loslegen und die Erste sein mit deinem freiwilligen Beitrag/Spende zum Blog, wenn du magst!

      Mit einem Herzensgruß,
      Sabrina

  3. Liebe Sabrina,
    Danke für dein Schreiben. Danke für deine Medizin. 🙂
    Diesmal hat sie an etwas ganz altem in mir anklingen lassen. Mich erinnern lassen. Eine uhralte Ahnung aufhellen lassen. Gezeigt. Verstärkt. Wieder da. Schon wieder. Also wahr 🙂
    Vielen Dank ich freue mich sehr darüber.

  4. Wunderbar und einfach mitten ins Herz treffend. Kommt für mich gerade in einer schwierigen Zeit wie gerufen.

    Danke liebe Sabrina. Für mich persönlich bisher der beste Beitrag in deinem Newsletter. 1000 Dank von Herzen.

    • Lieber Björn,

      danke dir von Herzen für deine Worte! Ich merke immer wieder, es ist die größte Freude, wenn meine Medizin, das Schreiben, andere Menschen berührt. Wenn sie davon etwas für sich mitnehmen können, wenn vielleicht ein Wort, ein Text genau zur rechten Zeit kommt. So erlebe ich es auch selbst immer wieder: Mal ist es ein Satz, ein Lied, eine Zeile aus einem Buch (oder ein ganzes Buch), das genau zur rechten Zeit kommt. Schön, dass es dieses Mal mit diesem Blogbeitrag so für dich war.

      Mit einem Herzensgruß,
      Sabrina

  5. Liebe Sabrina,
    schöne Worte, dir tief gehen…….
    Meine Medizin ist die Stille, die Stille im Aussen –
    unweigerlich tritt die Stille im Innern an – meist zumindest.
    Bis das Herz zu Hören ist, dann ist sie da, die Stille.
    Ganz liebe Grüße
    Anna Maria

    • Liebe Anna Maria,

      danke dir ganz herzlich für deine Zeilen! Beim Gedanken an dich musste ich auch gleich an das Kochen denken – als eine Medizin, die ich ebenfalls mit dir verbinde und von der ich selbst schon kosten durfte, wie sie auch mich genährt und damit vielleicht auch ein Stück heiler hat werden lassen.

      Herzlich,
      Sabrina

  6. Liebe Sabrina,
    Deine Worte wecken eine uralte Melodie, die in meinem Inneren klingt. Sie macht mich andächtig und still. Ich werde eine Lauschende. Da ist eine tiefe Liebe, die mich zu Tränen rührt. Mir fehlen die Worte.
    Daniela

    • Mmmhh, ja, liebe Daniela, in dieser Stille kann ich auch jene Liebe immer wieder tief spüren. Ich erlebe sie als eine tiefe Liebe zum Leben, als einen Tanz mit dem Leben, den ich plötzlich wiederentdecke – manchmal von einem Moment auf den anderen. Und wie da in dieser Stille ein Singen lauter wird, ein Garnen um mein Innerstes, das sich freilegen will, sich zeigen will, in seiner Schönheit und dem, was es zu geben hat.

      Mit einem Herzensgruß,
      Sabrina

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