Online: Spiritueller Gottesdienst

Ein Ort zum Innehalten. Dich neu ausrichten. Um mutig weiterzugehen.

Den Abi-Abschlussgottesdienst zum Ende unserer Schulzeit 2007 habe ich damals alleine geplant und zusammen mit einem Freund umgesetzt. Wir haben geredet, Theater gespielt, es gab für jeden einen Stein mit „Glaube, Liebe, Hoffnung“, eine Band hat gespielt und es gab Mut für den eigenen Weg.

Ich habe in den vergangenen Jahren immer wieder gedacht, dass ich gerne in dieser Form Impulse weitergeben würde. Nicht nur von vorne, von der Kanzel, sondern mit den Menschen, die da sind. Warum ist Gottesdienst eigentlich bislang ein Format, in dem nur einer redet und alle anderen still sind?

Eine ehemaliger Freund von mir, evangelischer Pfarrer, sagte mal zu mir: Du könntest das auch.

Da ich selbst mal Nonne werden wollte, kam mir, als ich in Münster im Dom stand, der Impuls: Warum verbinde ich nicht alles? Das einfache Leben mit dem prallen Leben. Die Spiritualität mit dem Alltag. Das Thema Gottesdienst mit dem ganz normalen Leben. Die Führung des Lebens/Gottes/eines größeren Ganzen wieder mitten in unser aller Leben zu holen.

Worum geht es?

Es geht nicht um ein Angebot der Kirche. Das Format des „Spirituellen Gottesdienst“ ist an keine Kirche angegliedert und entspricht auch keiner Kirche. Ich bin selbst aus der Kirche ausgetreten, aber katholisch geprägt. Dazu kommt die langjährige Ritualarbeit.

Ich habe tatsächlich schon mal überlegt, ob ich mich noch als Pfarrerin ausbilden lassen soll, aber die langjährige Arbeit, das Studium, die alten Texte, das ist nicht meins.

Worum es mir geht ist: Gott (die Göttin, das Leben, die Verbindung mit dem großen Ganzen) im Leben zu erfahren. So verstehe ich auch Gottes-Dienst: Den Dienst an Gott, am Leben, an der Liebe selbst. Es heißt für mich, mein Leben in Einklang mit einem größeren Ganzen zu stellen. Immer wieder zu lauschen, statt nur planlos selbst zu steuern.

Für mich hat das mit innerer Führung zu tun, der inneren Führung zu trauen. Und dann kann Kloster ganz alltäglich im Leben sein, kann es bedeuten, den Ruf der Stille vor das Geplapper im eigenen Kopf zu stellen.

Als ich Jugendliche war, hatten wir bei uns im Ort noch ein Kloster. Es wurde von Benediktinern geleitet, junge Mönche waren sehr aktiv dort. Immer zur Weihnachtszeit gab es die Jugendkomplet, ein Gottesdienstformat, das mich tief berührt hat. Es war menschlich, herzlich, alltagsnah. Wir haben SMS verschickt an Menschen, die wir lieben als Handys gerade aufkamen und sich das furchtbar verboten angefühlt hat als Teil eines offizielles Gottesdienstformats in der Kirche. Es war großartig.

Die Patres haben es damals geschafft, dass Gott wieder unter den Menschen war. Oder die Liebe, das Leben – die Ausrichtung auf etwas größeres Ganzes.

Ich weiß, dass dieses Angebot etwas – ja, was eigentlich? Abgehoben, komisch, zutiefst irritierend – oder einfach nur schön, menschlich, bereichernd oder gebraucht ist?

Ich folge damit dem inneren Ruf, den ich in Münster auf einer Urlaubsreise hatte. Und schaue mal, was passiert. Wie lange es diese Abende geben wird und in welcher Form. Sei herzlich willkommen.

Rückblick auf den ersten Abend

Nach dem ersten Abend im November 2026 kann ich sagen: Mir ist klargeworden, dass es in herkömmlichen Gottesdiensten in der Regel einen klaren Ablauf gibt. Einer, den viele als starr und nicht mit ihrem Leben zugehörig empfinden. Er sollte, vielleicht, im Ursprung näher zu Gott führen, doch ich glaube die wenigsten Menschen, vor allem die, die zweifeln und auf der Suche nach einer für sie passenden Spiritualität sind, finden ihn dort.

So habe ich am ersten Abend vor allem Zugänge und Räume geschaffen, in denen Menschen sich wieder mit sich und einem größeren Ganzen, mit den Spuren Gottes, den Wegen des Lebens und einem Größeren, mit dem sie verbunden sind, spüren können. Denn das sollten Gottes-Dienste im eigentlichen Sinne für mich sein: Ein Ort, an dem wir wieder zurück nach Hause kehren. In unseren Ursprung, unsere Seelenheimat und gleichzeitig uns verbunden mit dem Himmel mitten auf Erden erfahren.

Willkommen.

 

Der Ablauf

  • Ankommen: Ein Moment zum Innehalten und Körperspüren
  • Eine Kerze gemeinsam anzünden
  • Lieder, Texte, ein Ritual in der Mitte, etwas Wohltuendes zum Abschluss
  • Zeit für Stille und Reflexion dazwischen – lege dir gerne Stifte und Papier bereit, falls du etwas aufschreiben willst
  • Der Austausch mit anderen Menschen zwischendurch: lauschen, sprechen, gehört werden und hören
  • Zeit für Stille, für Schönes, Heiliges, Großes, Ganzes mitten im Leben
  • Ein Moment des Innehaltens im Alltag

Ich werde Texte von mir und eigene Rituale einbringen. Lieder von Musikerinnen und Musikern und von StimmVolk.ch, einem schweizweiten Friedens-Sing-Projekt mit einer Vielzahl von Liedern aus aller Welt. Du musst nicht singen können, um mit dabei zu sein, es genügt, wenn du dich selbst und mich hörst (anders geht es eh nicht bei Zoom) und wir eine gute Zeit genießen.

 

Das Kloster in den Alltag holen. Das Leben mit dem großen Ganzen verbinden.
Innehalten und aufatmen mitten im Tag.

 

Datum

Dienstag, 15. Dezember 2026 von 19.00-20.00 Uhr (mit Aufzeichnung)

 

Ort

Wir treffen uns online via Zoom.

 

Preis

Nach dem Online-Gottesdienst erhältst du einen Einzahlungsschein (Schweiz) und meine Kontoverbindung (Deutschland/Österreich) per E-Mail. Du überweist, was du geben kannst und magst. Orientierung geben die beiden Werte von 20.- Euro/Fr. 30.-. Je nach Einkommen und Möglichkeiten darf es darüber und darunter liegen. Brauchst du eine Quittung, schreibe mir im Anschluss an den Abend eine E-Mail, diese bekommst du als pdf-Datei zugesandt.

Die Aufzeichnung des Abends erhältst du automatisch per E-Mail. Sie steht für eine Woche lang zum Anschauen zur Verfügung, ein Download ist nicht möglich. Der Austausch in der Gruppe ist nicht mit darauf zu sehen.

 

Nimm dir einen Moment Zeit, halte inne. Sei ganz da. Was spürst du? Wer ist bei dir?
Bist du mit dem Leben und dem großen Ganzen verbunden?

 

Anmeldung

Melde dich nachfolgend verbindlich zum „Spirituellen Gottesdienst online“ an: Du erhältst die Anmeldebestätigung und den Zugangslink für den Abend zugeschickt. Es gibt eine Aufzeichnung (ohne den persönlichen Austausch zu sehen), so dass du dich anmelden kannst, wenn du nicht live mit dabei bist. Obwohl es live natürlich um einiges schöner und auch intensiver ist 🙂

Es gelten die AGB.

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