Tag 26 – Was von deinem Jahr bleibt – dein Leben

 

Jetzt wünsche ich dir den Mut, in den Spiegel zu sehen. Die Frau oder den Mann einmal bewusst anzusehen, die oder der du geworden bist. In diesem Jahr und in deinem Leben. Welche Geschichten erzählt deine Haut und dein Gesicht? Deine Falten und deine Hände? Was ist zu sehen an den verschiedenen Stellen deines Körpers – an Narben, Muttermalen und Dingen, die du schön findest.

Wenn du das einzige Geschenk deines Lebens bist, das, das immer mit dir auf dieser Reise ist, das nicht davonweicht von deiner Seite und immer für dich da sein wird, was kannst du in dir sehen?

Schaue in den Spiegel mit einem weichen, liebevollen Blick. Wie ein Mensch, der dich sehr schätzt und nur das Beste für dich will. Wie würde er oder sie dich beschreiben? Was würde er oder sie sehen von deinem Jahr?

Welche Worte hast du dir zu Herzen genommen, die nicht die deinen waren? Welche kannst du loslassen von diesem Jahr? Was hat dich zum Strahlen gebracht und was willst du weitertragen?

Gab es Veränderungen in deinem Leben, die in deinem äußeren Körper (oder innerlich, durchscheinend durch deine Haut, deinen Ausdruck, dein Gesicht in diesem Leben) sichtbar sind?

Welche/r bist du heute, am Ende dieses Jahres? Schaue noch einmal in den Spiegel und nimm mit, was du bewegt hast. Was ist dir begegnet, was du am Jahresanfang noch nicht einmal hast planen können? Gibt es Dinge, die genauso gekommen sind und stattgefunden haben, wie geplant? Mit was gehst du weiter, aus diesem Jahr? Und als welche, als welcher möchtest du hinausgehen aus diesem Leben?

Mache heute eine Inventur von dir. Schaue dich an, innerlich und äußerlich, mit diesem liebevollen, wertschätzenden Blick. Wie einen Menschen, den du wirklich gerne magst. Du kannst dir auch vorstellen, dies sei deine Freundin oder ein guter Freund, wenn es dir dann leichter fällt.

Schreibe oder male auf, bringe in einem Tanz zum Ausdruck, das, was du da in dir wahrnimmst. Du kannst dich auch berühren, die einzelnen Stellen deines Körpers anfassen und so in Kontakt treten mit dem, was du erlebt hast.

Danke dir selbst für den Weg, den du beschritten hast, finde Worte oder einen kreativen Ausdruck um Danke zu sagen für den Weg, den du genommen hast oder den das Leben mit dir gegangen ist.

Vielleicht magst du dir an diesem Tag eine Karte mit einem Dank fürs Jahr an dich selbst schreiben. Vielleicht dich zum Kuchen einladen – oder eine andere Art des Dankens für dich finden.

Es ist dein Leben.
Dein Jahr.
Dein Weg.

Schau genau, mit was du weitergehen magst, was dir in diesem Jahr gutgetan hat und was dein Leben stärkt und nährt. Dann nimm dir mehr davon im nächsten Jahr. Lass all das gestärkt werden – vor allem die Verbindung zu deiner inneren Stimme –, was dir gut tut.

Dein Leben.

PS. Im Buch „Schwellenzeiten – Wandelzeiten“ gibt es zwei schöne Übungen für das Ende einer Schwellenzeit. Falls du durch solch eine in diesem Jahr gegangen bist, kannst du diese auch zum Abschluss deiner Schwellenzeit machen.

Du kannst sie hier nachlesen und herunterladen: die Übung „In den Spiegel schauen“ und die Reflexion „Die Erkenntnisse deiner Schwellenzeit“.