Zusammenstehen als Frau und Mann

Als wir jenes Lied anstimmten, war sie auf einmal wieder da.

Die Erinnerung daran, wofür ich gehen will, warum ich gekommen bin. Ich hörte die Zeilen, lauschte den Männern, wie sie sangen, und fühlte mich eingebunden.

Ich erinnerte mich an die Zeit, als ich mit meinem ehemaligen Partner jenes Lied gesungen hatte – miteinander und füreinander – und spürte dieses tiefe Geborgensein von damals.

Noch tiefer schien sich aber jede Zelle meines Körpers zu erinnern, an eine Zeit, in der die Männer für die Frauen sangen und die Frauen für die Männer. In der die Männer den Raum hielten für die Bewegung und die das Leben gebärenden Frauen.

Ich sah mich sitzend und tanzend
mitten in einem Kreis von Männern,
die sangen und sangen und Schutz gaben und da waren.

Und ich erinnerte mich an diese Vision, die ich für mein Leben, meine Partnerschaft und das Frau- und Mannsein in mir trage: Seite an Seite zu stehen miteinander. Für jenes Neue zu gehen. Achtsam, wertschätzend, miteinander.

Uns erinnernd, dass es eine Zeit gab, wo Frauen und Männer einander heilig waren. Wo das Weibliche wie das Männliche heilig waren. Dazu beitragen, dass sie es wieder werden.

Natürlich gilt dies letztendlich für uns als Menschen: In der Begegnung von dir und mir als Frauen, in der Begegnung von dir und mir als Frau und Mann. Unsere Heiligkeit wieder zu erinnern. Daran, dass wir selbst es sind, die einander wertschätzen, würdigen, heiligen.

Die uns wieder erlauben,
jenes Heilige zutiefst in unseren Knochen
zu erinnern und es hinaus,
mitten hinein, in unser Leben, in unseren Alltag, zu tragen.

Das wünsche ich dir und mir von Herzen,
alles Liebe,
Sabrina.

PS. Und ich sehe, dass wir schon viele sind, die genau hierfür gehen. Für das Heilig-Weibliche und das Heilig-Männliche. Die dabei sind zu heilen, sich selbst und ihre Wunden wie einander. Die bei- und miteinander sitzen, sich ihre Wunden zeigen und sie dadurch heil werden lassen.

Das Lied, das an jenem Singabend in schweizerischen Winterthur, bei dem ich am Montag war, erst Frauen und Männer gemeinsam, dann die Männer für die Frauen und anschließend die Frauen für die Männer gesungen haben, war He Yama Yo. Du kannst es dir hier anhören.

PPS. Die neuen Seminartermine für 2019 sind online. Ich freue mich auf nährende und verbindende Kreise bei den Abend-, Tages- und Wochenendseminaren sowie bei der Aus- und Fortbildung hier in Engen, nahe des Bodensees, und im Frauenlandhaus Charlottenberg im Westerwald. Ebenfalls freue ich mich sehr auf das erste Onlineseminar nach längerer Zeit: das Onlineretreat Winter “Schwellenzeiten in unserem Leben”. Start: Mittwoch, 21. November 2018. Für Frauen und Männer.

 

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2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Danke, Sabrina, für diesen wertvollen Beitrag. Mögen wir uns unserer Heiligkeit wieder erinnern, immer mehr in unsere männliche und weibliche Essenz und Kraft kommen und und als Mann und Frau wieder gegenseitig ehren,fördern und achten und so gemeinsam wachsen. Dafür gehe auch ich. Dieses Lied singt auch meine Seele. Und den Raum dafür versuche ich täglich neu zu erschaffen und halten.
    Es tut so gut, viele Verbündete zu haben. NAMASTE an alle Visionäre und Träumer. Herzlichst eva

    • Sabrina Gundert

      Liebe Eva,

      und Namaste an alle, die für ihre Träume und Visionen gehen :), liebe Eva, wie auch du von dir schreibst. Ich danke dir für deinen Beitrag. Mir scheint es oft wie ein Netz, auf dem überall helle Lichter angehen von Menschen, die für das Neue stehen und gehen, es verkörpern und somit ein sichtbares Lichtnetz über die Erde hinweglegen, in dem sie verbunden sind miteinander, wissend, dass wir alle gemeinsam unterwegs sind.

      Herzlich,
      Sabrina

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