Ich bin ein großer Fan von Klarheit.

In meiner Arbeit bewege ich mich jedoch oft in Räumen, die ganz unterschiedlich genutzt werden: Der Seminarraum, in dem ich heute mein Wochenendseminar beginne, wurde bis gestern Abend noch für Yoga- und Meditationsstunden von anderen Seminarleitenden genutzt.

In dem Raum in der Volkshochschule, in dem heute Abend die Lesung mit meinen Büchern stattfindet, war bis eben noch ein Italienischkurs mit über 20 Personen.

Und in meinen eigenen Räumen wechseln sich Coachings, Schwellenzeiten, Zeit für Seelenbotschaften und Seminare ab – und mit ihnen ganz unterschiedliche Menschen, die hier sind.

Umso wertvoller ist es, mir immer wieder klar zu machen,
in welchen Räumen ich mich gerade bewege.
Diese bewusst zu betreten – und zu definieren.

Das hilft mir, mit einer klaren Absicht in meine Arbeit zu gehen, weil ich weiß, in welchem Raum ich mich gerade befinde. Es unterstützt mich darin, ganz bei mir zu sein und den Raum energetisch auf eine Weise zu gestalten, wie sie unterstützend für mich und meine Arbeit ist.

Und auch, wenn du selbständig tätig bist, und deine Privat- und Geschäftsräume eng miteinander verbunden sind, kann es sehr unterstützend sein, immer wieder bewusst den Raum zu betreten, in dem du jetzt wirken wirst.

Heute teile ich mit dir, wie ich das konkret mache – so dass du es für dich in deiner Arbeit wie auch privat zuhause (mehr dazu weiter unten) nutzen kannst.

So wandele ich Räume bewusst um:

Zum Beginn meiner Arbeit:

Jedes Mal, bevor ich meine Arbeit beginne, stelle ich mich an die Schwelle des jeweiligen Raumes. Ich sage laut oder leise in mir: Mit dem nächsten Schritt über diese Schwelle, wird dieser Raum vom Volkshochschulraum/allgemeinen Seminarraum/… zum Seminarraum für das Abendseminar „Meine Medizin stärken“/zum Coachingraum – oder für welche Nutzung ich den Raum als nächstes nutzen möchte.

Dann gehe ich bewusst über Schwelle, in dem Wissen, jetzt diesen Raum zu betreten.

Anschließend verbinde ich mich Richtung Himmel und Erde, bitte um Klarheit, innere Führung, rufe die lichtvollen, unterstützenden Wesen an meine Seite und bitte darum, mit meiner Arbeit zum höchstmöglichen Wohle aller Beteiligten zu wirken.

Dann beginne ich mit meiner Arbeit.

Zum Ende meiner Arbeit:

Ist meine Arbeit in diesem Raum beendet, mache ich das Ganze wieder rückwärts: Ich bedanke mich für Klarheit und innere Führung, danke den unterstützenden Wesen und entlasse sie.

Ich stelle mich wieder an die Schwelle und sage laut oder leise in mir: Mit dem nächsten Schritt über diese Schwelle, wird dieser Raum vom Coachingraum/Seminarraum für das Abendseminar „Meine Medizin stärken“/… wieder zum allgemeinen Seminarraum/Volkshochschulraum/… – und gehe bewusst über die Schwelle, mit dem Wissen, die aktuelle Nutzung des Raumes zu entlassen, meine Arbeit hiermit zu beenden und ihn wieder zurückzuverwandeln.

Wichtig: Finde hier deinen Weg, deine Worte. Was für mich passt, kann für dich etwas ganz anderes sein. Du wirst spüren, in welche Richtung es dich zieht, wo es sich leicht und stimmig anfühlt.

Halte es einfach!

Übrigens: Wenn ich mal keine Zeit habe, bewusst über die Schwelle zu gehen – beispielsweise, wenn bei einem Volkshochschulkurs die Teilnehmenden bereits im Raum sitzen – mache ich diese Raumumwandlung einfach innerlich, zum Beispiel während ich nochmal kurz auf die Toilette gehe.

Dann sage ich: Mit dem nächsten Mal, dass ich in die Hände klatsche, wird der Volkhochschulraum zum Seminarraum für unseren heutigen Abend zum Thema Hochsensibilität – ich klatsche in die Hände, fertig. Das Ganze mache ich zum Abschluss ebenfalls wieder.

Denn: Leicht darf’s sein. Egal, um welches Ritual es sich handelt, dass ich für mich nutze, ist mir wichtig, dass es alltagstauglich bleibt. Dass ich es anwenden kann, auch wenn die Bedingungen gerade nicht optimal sind. Dass ich es anwenden kann – so, wie es gerade eben möglich ist.

Räume umwandeln bei dir zuhause

Übrigens: Dieses Räume umwandeln lässt sich wunderbar auch für die eigene Wohnung nutzen. Zum Beispiel, wenn du eine Wochenendbeziehung führst und dein Freund nur am Wochenende zu dir nach Hause kommt. Wenn du Besuch von der Familie bekommst oder von Freunden. Immer kannst du deine Wohnung, wenn du magst, bewusst umwandeln, sie öffnen für die Menschen, die kommen und die Dinge, die darin entstehen wollen.

Dies kann dich darin unterstützt, bewusst bei dir zu bleiben, klar den Raum des Austauschs zu betreten und immer zu wissen, wo du gerade mit welcher Absicht stehst.

Und: Es ist leicht. Probiere es einfach einmal aus, wenn es dich anspricht. Schau, ob es hilfreich für dich ist.

Mit einem Herzensgruß,
Sabrina.

PS. Zeit fürs Auf-der-Schwelle-stehen, für die Zwischenzeit in unserem Leben, nehmen wir uns auch beim Ganzheitlichen Coaching 1:1. Hierbei bekommt Raum, was dich gerade bewegt – und es finden sich Lösungen, neue Wege und nächste Schritte, so dass du klar ausgerichtet und entspannt weitergehen kannst.

19 Kommentare

  1. Liebe Sabrina

    Ganz, ganz herzlichen Dank für dein tolles Teilen und immer wieder neu inspirieren!
    Ich freue mich jeden Freitag auf deine Post!
    Am Morgen nach dem Aufstehen und bevor ich aus dem Haus gehe, um mit dem Fahrrad zur Arbeit zu radeln, mache ich etwas ähnliches..sozusagen um den neuen „Raum“/Tag zu beginnen..

    Herzlichst Grüsst aus Luzern

    Karinbarbara

    • Liebe Karinbarbara,

      danke dir – wie schön zu lesen, dass dich die Freitagspost so inspirierend begleitet!
      Und danke auch für dein Teilen, den neuen Tag auf ähnliche Weise zu beginnen!

      Mit einem herzlichen Gruß,
      Sabrina

    • Liebe Sabrina,

      Herzlichen Dank für deine tolle Inspiration! Ich hatte erst jetzt wirklich Muse, deine Mail zu lesen. Umso wirkungsvoller finde ich deine Worte, die mich innerlich sehr berühren. Was wohl passiert, wenn ich mein Klassenzimmer auf diese Weise umwandle? Ich bin sehr gespannt und freue mich schon auf Mittwoch! Dann probiere ich es aus.
      Herzliche Grüße und morgen einen schönen Feiertag! Antje

      • Liebe Antje,

        das klingt spannend! Lass uns doch gerne wissen, was du erlebt hast am Mittwoch, wie es für dich war!

        Mit einem Herzensgruß und wunderbarer Woche für dich,
        herzlich,
        Sabrina

  2. Liebe Sabrina,

    welch wundervolle Ideen, vielen Dank für deine Anregungen! Und witzigerweise knüpfen deine praktischen Tipps einmal mehr an etwas an, das mich die Tage sehr beschäftigt: Wie kann ich dafür sorgen, dass ich als Lehrerin nicht mit nach Hause nehme, wenn Schüler mit mir ihre Sorgen teilen, Kollegen sich lautstark streiten etc.? Über Räume und Schwellen innerlich Grenzen zu ziehen lässt sich bestimmt gut üben und praktisch leicht im Alltag umsetzen. 🙂
    Eine Frage habe ich dazu noch: Oft klingen ja Themen und Begegnungen noch nach und es gehört bestimmt dazu, diese auch später noch zu verarbeiten. Wie sorgst du dafür, dass sie nicht zu kreisenden Gedanken werden?
    Mit herzlichen Herbstgrüßen,
    Bianca

    • Liebe Bianca,

      von Herzen ein ganz gutes Ausprobieren des Räume umwandelns wünsche ich dir!

      Zu deiner Frage: Dieser kann ich hier im Blog nicht wirklich gerecht werden – für mich braucht es da immer ein genaues Anschauen dessen, worum es geht, welches Thema im Kern steht und was es von dort ausgehend braucht. So wäre es eher ein Thema in einem Seminar oder einem Coaching. Du fragst, wie ich damit umgehe: Wenn ich merke, dass mir etwas intensiv nachläuft, nehme ich mir die Zeit, hinzuschauen: Was ist es? Will hier etwas gesehen werden? Wurde ein Thema von mir berührt von jemand anderem? Oder hänge ich einfach nur in einem gewohnheitsmäßigen Denken fest? Worum geht es? Mit dieser Zeit des Innehaltens wird dann oft schnell klar, worum es wirklich geht. Immer wieder hilft mir auch eine Zeit in der Natur, Abstand zu gewinnen, Erlebtes zu verarbeiten – oder mir klar zu werden, was gerade in mir noch weiter wirkt, vielleicht angeschaut werden möchte. Auch das Schreiben ist ein wertvoller Begleiter im Verarbeiten für mich, ebenso wie die Bewegung.

      Vielleicht ist hier schon ein Impuls für dich dabei – ansonsten kann eine gemeinsames Coaching auch noch mehr Klarheit bringen!
      Mit einem Herzensgruß für heute zu dir,
      Sabrina

  3. Liebe Sabrina,
    herzlichen Dank dafür, dass du wieder einmal eine deiner eigenen wertvollen Erfahrungen und deine Tipps und Anregungen dazu mit uns teilst.
    Jedes Mal, wenn ich von dir lese, beginnt eine (oder auch mehrere) Saite in mir zu klingen, weil deine Worte immer auch etwas in mir berühren oder „Antippen“.
    Dir weiterhin viel Kraft und Inspiration und einen sonnigbunten Herbst.
    Herzlich
    Annina

    • Liebe Annina,

      die anklingende Saite hat mir gefallen – danke dir für dieses Bild!

      Von Herzen schöne Herbsttage für dich,
      auf dass dich die Impulse immer wieder wertvoll begleiten mögen,
      herzlich,
      Sabrina

  4. Hallo liebe Sabrina,

    ich bin immer wieder berührt über deine Beiträge. Das Ritual, um die Räume klar für sich zu halten und dann wieder zu lösen finde ich wunderbar. Oft habe ich das im Stillen schon so gemacht und fühle mich jetzt von dir darin bestätigt.
    Noch habe ich dich nicht persönlich kennenglernt und dennoch fühle ich mich dir und den Themen sehr nahe. Schön, dass du das Alles mit der Welt teilst und schön, dass es dich gibt.
    Herzliche Grüße
    Eva Lehmacher

    • Liebe Eva,

      oh, wie schön, danke dir, dass du mit uns dein Räume umwandeln im Stillen teilst! Und wie schön, dass du hier eine Ermutigung darin für dich gefunden hast!

      Von Herzen gute Wege für dich – und vielleicht bis einmal persönlich,
      Sabrina

    • Hallo liebe Elke, schön, dich auf dieser Plattform zu treffen. Bestimmt erinnerst du nich noch an mich, Beatrice aus dem wunderschönen Luzern. Gerade letzte Woche habe ich ein Foto von dir angeschaut. Du warst bei mir auf der Alp im Entlebuch auf Besuch…..dies ist schon sehr lange her. Wie geht es dir?

      Tschüss, du allerliebste, Beatrice

  5. Liebe Sabrina,
    Ein wunderbares Ritual, mir gefällt die Idee mit dem in-die-Hände-klatschen, klingt leicht und zauberhaft 🙂
    Herzlichen Dank für die Inspiration!
    Alles Liebe,

  6. Oh, das klingt in mir ganz wundervoll, wenn ich Deine Ausführungen lese – und DANKE für die Leichtigkeit, mit der Du dies alles tust und auch vermittelst!

    Ich erwarte, dass in mir viel mehr Klarheit sein wird, wenn ich meine – oftmals unterschiedlich genutzten – Räume auf diese Weise neu und immer aktuell definiere.

    Faszinierte Grüße – mit vielen guten Wünschen für Dich
    Anke

    • Liebe Anke,

      danke dir ganz herzlich für deine Antwort! Ja, die Leichtigkeit – und vor allem die Einfachheit – in all dem mitzunehmen, das ist mir wesentlich und wichtig. Ich wünsche dir von Herzen viel Freude beim Ausprobieren – und wenn du magst, teile gerne einmal, wie es dir damit gegangen ist.

      Herzlich,
      Sabrina

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